z6o Europa und die Revolution.
gefunden, während die vordere schon vollendetüber die Erde sich erhob: so ist auch dies Reichnach Einer Seite in europäischer Cultur nach seinerArt ausgebildet, ja überbildet, in der asiatischenHälfte aber fötusartig, noch gleichsam befangen inder Völkerscheide, und demSchooße der Natur nochnicht entwunden, und wächst und reift und zeitigtfortdauernd, wie kein anderes, indem es stets neueBarbaren stamme sich aueignet, und in den Kreisder Cultur hinüberzkeht. Ein offenes, beynahe ganzebenes, waldbedecktes Land, hatte viele Jahrhun-derte zum Durchzug der großen Völkermassen ge-dient, die sich vom Aufgang gegen den Niederganghin gewälzt, und konnte darum nur unsiat nm-schweisende, stets wechselnde Horden in seinem Um-kreis hegen. Endlich, als Europa sich angefüllt,stand die Strömung, und nun lud das im Südenbesonders sehr fruchtbare Land ein, zu bleibenderAnsiedlung und zum Ackerbau. Ein Zweig desgroßen Slavenstammes, von der Donau vertrieben,folgte der Einladung, und baute Städte in derneuen Heimath, und erwuchs allmählich zu jenemVolke, das kräftig, stark, derb, ausdauernd, robustin seiner physischen Anlage, seinem Charakter nachgutmüthig, fröhlich, bildsam und geschmeidig inseinen Gefühlen, lebhaft, aber wandelbar, schnellwechselnd in seinen Leidenschaften, darum mehr