Hl. Gegenwart. 267
erblickt. Diese Constitution der Cortes aber, dieden König zur Dienstbarkeit verdammt, ihn zumbloßen Vollzieher dictirter Gesetze macht, die Au-torität an eine überküustlich gebildete, dem Volkeentrückte Wahlaristocratie bindet, den Glauben alsetwas Aeußerliches nur gewahren laßt, die Kircheblos duldet, und nicht etwa in besserer Vertheilungder Güter reformirt, sondern sie gewaltsam ausihrem Besitze treibt, die den Adel ignorirt, alle ge-schichtliche Erinnerung von sich weis't, und, sich alsoin Widerspruch mit allem specisisch Eigenthümli-chen, Oertlichen, Rationellen, Charakteristischensetzend, ein neues Spanien auf ihre Hand beginnt,kann eben darum im alten Spanien eine so ganzerotische Natur nicht fortdauernd behaupten. Siekönnte eben so, wie der mit ihr streitende Despo-tism, im Lande nnr heimisch werden, wenn ihr ge-länge, entweder das Volk nach sich selbst umzu-bilden, oder, wenn sie sich dazu verstände, ihmsch anzupassen. Der Despotism seinerseits hatjenes seit Jahrhunderten versucht, mit welchem Er-folge, hat die Erfahrung der letzten Zeit ausge-wiesen; die Verfassung wagt die Probe nun anihrer Seite, mit welcher Frucht, wird die nächsteZukunft lehren. Eine solche Umbildung eines Vol,kcs könnte nur durch eine gänzliche, innere Um-, Walzung, einen wüthenden, lang dauernden Terro-
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