III. Gegenwart.
Weltgeschichte suchend; aber die Geschichte ist zuihnen hingekommen, und hat sie nie ihrer unwcrthgefunden. Zn langem, muthigem Streite hartensie mit den Römern um Freyheit und Unabhän-gigkeit gekämpft; den Verhängnissen, die dies Volkerfüllen sollte, mogten sie nicht widerstehen; undso waren sie mit Ehre gefallen, und dienten demgroßen Reiche, das alle Umwohner des mittellän-dischen Meeres in stch begriff. Als die Herrschaftan die Germanen gefallen, wurden sie in großerinnerer Zerrüttung überrascht, und vier germanischeVölker theilten sich in die leicht gewonnene Beute.Durch Jahrhunderte blühte nun dort selbstständigin seinen Bergen jenes westgothische Reich, bis disSarazenen kamen, und mit Verrath des LandesMeister wurden. Da floh die Kraft des Volkesin jene nordischen Pyrenäen, und von hier ausbegann der Kampf mit den Eingcdrungenen, her,entflammt durch alle Leidenschaften des Haffes undder Eifersucht und die Gluth des Glaubenscifers,beyspiellos in der Geschichte, acht Jahrhundertedurch gedauert, und endlich die unbiegsame Beharr-lichkeit mit Siege krönte; jedoch also, baß imlangen Verkehre der Sieger Sitte, Gesinnung,Sprache einer orientalischen Beymischung nicht hatentziehen können. In solcher staten Uebung vomübrigen Europa ausgeschlossen, und auf eigenem