III. Gegenwart. 216
hatte alle ihre Institutionen entwurzelt und um-gcstürzt, und neue Rechte, Verhältnisse, Einrich-tungen und Marimen geschaffen, die durch Pre-siription seit einem Menschenalter verjährt, nunschon sogar in alter Ansicht vollkommen rechtlichbegründet erscheinen, und darum unumstößlichsind. Das alte große Eigcnthum ist zum gro-ßen Theile zerrissen und aufgelöst, und eine neuezahlreiche Classe von Besitzern in dasselbe einge-waudert, deren Rechte unantastbar geworden, de-ren Besorgnisse bey der neuen Ordnung der Dingeaber darum nicht weniger gespannt und rege sind.Eine Periode äußeren Glanzes und stolzer Waf-fenehre, wie sie die Nation früher nie gekannt,war aus der Umwälzung des alten Systems hcr-vorgegangen, die jede noch dämmernde Erinnerungder alten Geschichte gänzlich ausgelöscht; währenddie Rückkehr der Bourbonen sich gerade an dasErbleichen dieses Glanzes und die erfolgte großeDemüthigung knüpfen mußte. Indem also dasverletzte Natisualgefühl, in der Nachcrinnerungjener Triumphe, sich um so stärker und nachdrück-licher auf Alles wirft, was diese herbeygeführt;muß in gleichem Maße das Alte, und was mitihm fern oder nahe zusammcnhängt, ihr gänzlichwiderwärtig und verhaßt erscheinen. Jene starkeFaust, die in der kaiserlichen Tirana ey die Zügel