170 Europa und die Revolution.
wie es schien, mit den gesellschaftlichen in gleicherWuth entbrannt, mußten in Masse Werkzeugedes Todes werden, und Eisen, Feuer und Wasserfraßen ihre Opfer. Der Terrorism wüthete mitNojaden und Mitrailliaden, Proscriptionen, Kon-fiscationen, dem Maximum, Requisitionen und all,gemeiner Plünderung; öffentlicher Bankerott undHungersnoth schlossen den Zug der Furien.
Unter diesen Wehen war die Republik, eintodtgebornes Kind, an den Tag getreten, in ihrwar die Ebbe zu ihrem tiefsten Punkt gelangt,nach kurzem Stillstand mußte nach Naturgesetzendie zweyte Fluth beginnen. Je tiefer das beweg-liche Element unter die Wasserebene herabgesnnken,um so mehr mußte das in der Mitte Angehänftesich wieder auszubrciten streben, und dies Bestre-ben trieb den neuen Rückfluß gegen den Umkreishin, daß er alle Buchten und Lagunen des Kon-tinents erfüllte. In der Direktorialherrschaft tratals erstes Symptom dieser rückläufigen Bewegungwieder eine concentrirte Wahlaristocratie hervor.Nun, da die wilden Kräfte ansgetobt, war sicht-bare Erschöpfung eingetreten; die Feuerfelder, indenen die wilde Flamme gewüthet, dampften nurnoch, nachglimmend im innern Brande. Die Zeitder zweyten Gährung war vorbeygegangen, unddie dritte, fäulichte, bezeichnete den Charakter