II. Vergangenheit^ 169
mentarschule des Aufstandes sich orgauifirte. Jemehr die Beamten in ihre Schreibereyen sich ver-tieften, und dem Leben entfremdet, in einer eigenen,nicht zwar fantastischen, aber darum nicht mindererlogenen Welt, heimisch wurden, um so mehremancipirte sich die wirkliche von ihrem Thunund Treiben. Wahrend sie ihre Papiere admini-strirten, lernte die Welt allmählich sich selbst re-gieren; die Begebenheiten, die sie zu lenken glaubten,registrieren sie nur ein, und indem sie mühsamihre Tabellen in Ordnung brachten, wuchs draußendie Unordnung mehr und mehr, und die Licenznahm zu, je sichtbarer ihre Ohnmacht zur Abwehrwurde. Die Religion konnte dem Strome eigen-süchtiger Triebe, die sich der guten Sache der Frey-heit und des Rechtes frühe angehängt, nur einenohnmächtigen Widerstand entgegensetzen; denn dasGeheimniß der Höflinge, daß sie nur gemacht sey,die Einfalt zu berücken, war unter dem Volkeansgekommen. Die Kirche war gesunken in derAchtung, seit manche ihrer hohen Prälaten in denLüsten des Hofes sich mit hernmgewälzt, und analler Schlechtigkeit seiner Politik Theil genommen,die Beyspiele großer Tugenden, wahrhafter Reli-giosität und gründlicher Gelehrsamkeit aber, diesich fortdauernd häufig im Clerus zeigten, verschwan-den, wenigstens für die leichtsinnige Hauptstadt,