II. Vergangenheit.
dem Uebel, das sie bekämpfen sollten. Da mußteendlich die Steuer, die man zum Bau der ersien> Metropolitankirche der Christenheit ausgeschrieben,die veranlassende Ursache ihrer Trennung werden»Kühne Männer aus dem Volke träte« dem Miß-brauche der Judulgenzen entgegen, und griffen mitkecker Hand an die tiefen Schäden, an denen dieHierarchie erkrankt. Früher hatten ihre Vorgän-ger gleiche Kühnheit in: Flammentod gebüßt, aberjetzt waren die Zeiten zum Werke reif geworden,und ihr Bestreben wurde von einer entschiedenenMeinung im Volk getragen. Jener Geist desWissens und Erkennens war nun ausgereift; ihmwar das herrschende System zu enge worden, undim Uebermuthe des neuen Selbstgefühls drängteer gegen alle Schranken an, die seine Ausbreitunghemmen wollten. Zn solchen Zeiten erwacht dannzugleich mit einem fröhlichen Bildungstriebejene furchtbare Zerstörungskraft, die wohl Jahr-hunderte in der Gesellschaft, wie nicht vorhanden,schlafen mag, daun aber plötzlich mit aller Machteiner sinstern, dämonischen Gewalt in ihrem Ab-grunde sich ausrkchtet, und um sich wüthet. MitMäßigung hatten die Reformatoren im Beginnenur das Gerechteste, ja weniger als das, begehrt.Aber wie es sich zu begeben pflegt, wenn ein kran-kes System durch sich selbst sich regeneriren soll.