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64 Europa und die Revolution.
über freye Geister herrscht, und keine andere, alseine freywillige Unterwerfung will. Frey ist dieWahl allen Elementen dieser höheren Welt gege-ben; sie mögen nach eigner Willkühr selbst zumAbfalle sich bestimmen, aber auf die Gefahr hin,durch ihre Verneinung mit ihrem Bestreben imNichtigen sich zu verlieren, dem Alles anheim-fällt, was in blos selbstsüchtigem Triebe von derWeltordnnng sich lossagen will. Geben sie aber,ohne auf ihre Selbstständigkeit darum Verzicht zuleisten, vielmehr durch den frcyesten Entschluß, des-sen dieselbe fähig ist, sich jener Leitung von obenhin, die ethisch im Gewissen schon leicht vernehm-lich spricht; dann fließt ihr Wille mit dem höhe-ren, von dem sie ausgegangen, ohne sich selber znverlieren, in Eins zusammen, und sie wirken inseiner Kraft und Stärke, und die Vorsehungführt ihre streitende Kirche nun durch jene Bah-nen, die von der höchsten Freyheit selbst gezogen,freye Denkformen dem Geisterreiche, für die Na-tur aber eben die bannenden Aauberkreise sind,die sie in blinder Nothwendigkeit gefangen halten.
Es hat sich aber eben in der Betrachtungdieser cyklischen und epicyklischen Umläufeder Welk ge schichte der äußerste Gegensatz jenesvierten Verhältnisses in dem großen Widersprucheder Priester und der Weltweisen kund gegeben.