56 Europa und die Revolution.
setzen, und den Gebotendes ka teg orischen Im-peratives ein. Damit aber dieser innere Wider-spruch in der unsichtbaren Kirche auch in der sicht-baren vortreten möge, hat die Reformation die drei)Bänder, die das alteKirchengebäude in sich zusammen-gehalten, durchgerissen; da sie aber, sollte die neueKirche nicht in ganzlicherAnarchie auseinander gehen,nicht lose im Winde des Zufalls flattern durften,hat sie das Eine an die Bibel, die andern beydcnaber an den Staat wieder angeknu^ft, und diesendadurch zum herrschenden gemacht, während in deralten Lehre die Kirche als das Erste in geistigerWürde bestanden.
So hat sich also dem geocentrischen Stand-punkt gegenüber, auf den der Protestantism, inengem Bunde mit dem Erdgeist, doch darum demSolarischen keineswegs verschlossen, sich hingestellt,ein anderer Hel io cen tri sch er gefunden, aus demder Katholizism und mehr oder weniger das Prie-sterthum aller Zeiten die Dinge dieser Welt be-trachtet. Zwar ist über beyden noch eine dritteStelle, auf jenem höchsten geistigen Gipfel allerAnschauung, wo die Erde mit allen ihren Achsenund Gegensätzen kn einen dkmensionslosen Punktverschwindet: ein Atom, schwebend in der einsamenWüste der Nichtigkeit, aufgeblasen in wesenlosemSchein, und die hohle Leere mit Eitelkeiten und