Z3 Europa und die Revolution.
und bey allen Völkern unverkennbar hervortrkttin den großen historischen Phasen, wo sie balddem stehend gewordnen Vergangenen hingegeben, -Ln seinen erstarrten Formen Jahrhunderte zu schla-fen scheinen, und dann wieder, wie plötzlich vonder Zukunft ergriffen und ausgeweckt, jene Formenvon sich stoßen, und nun in gleich anhaltend fort-gesetzter Thatigkeit rastlos bis zur Erschöpfungsich abmüden. Wenn also perkodenwekse eineKraft die andere überwiegt, dann wird jeder Mo-ment doch auch hier nur aus dem Conflikt beydersich entwickeln, und darum wird die in diesemStreite beschrankte, positive, historische Thätkgkeitals das zweyte Postulat der Gesellschaft er-scheinen, die verneinende aber ihr die Macht desZweyten Ariomes entgegensetzen. Die Über-lieferung wird dann jedesmal die objektive, pla-stische, stehende Schranke geben, gegen die allesubjektiven zeugenden Kräfte ohne Unterlaßankämpfen, und in diesem Kampfe nach histori-schen Gesetzen, das Bleibende beweglich machen,und das Fließende begründen. Endlich würde imdritten Verhältniß die Autorität, die sich schlecht-hin selber setzt, ewig in ihrer Einsamkeit behar-ren müssen, und nirgend die Brücke finden, diszu Untergebnen führt, wenn diese sie nicht selbst«rst im dunkeln Instinkt und dann in fortdauern-