I. Orient i r u n g. 1 5
Kirche und Staat und alle Bewegungen der Zeit,die aber wieder in einem Vierten größeren, derAlle umschließt, begriffen sind. Jene drey Ge-gensätze sind in größter Allgemeinheit ausgedrückt:erstens Stoff und Kraft im Räumlichen;zweytens, Ve r g a n g e n h e i t undIn k un ft, oder U e-berlieferung und Neuerungstrieb im Zeit-lichen; drittens: Autorität undEi'genwillenim Geistigen; der vierte aber, der sie Alle um-greift, diffeits die Welt des Wissens und desSchauens, und jenseits die des Glaubens.Jeder dieser Gegensätze aber spielt zwischen einembindenden und einem spannenden Grund-trieb, einer Bejahung und Verneinung inder menschlichen Natur, und die vier Bänderund die vier Spannkräfte, wirkend in den vierElementen der sittlichen Welt, sind es, die dortalle gesellschaftlichen Verbindungen, und überhauptalles Thun und Lassen auf Erden Zusammenhal-ten, hier vor Erstarrung sie bewahren. Daserste jener Bänder knüpft im ersten Verhältnißden Menschen und jegliche Genossenschaft durchdunkelemsige Instinkte und den Besitzstandan ein Vaterland fest; im zweytcn sind durchPietät und das leise Walten der Angewöh-nung die Generationen der Menschen, wie sieauch die Zeiten trennen, doch in stetigem Aufam-