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Was die Schrift mich gelehrt, was Gott und Natur mir geschenkt hat,Sey, zu dauerndem Heil Gläubige» liebend geweiht! —
1. Wirf nickt hinweg von dir die himmlischen Lehren der Weisheit;
Wirfst ja die Perle nicht weg, dir von der Liebe geschenkt!
Wie dn dein Kleinod bewahrst: so bewahre die Sprüche der Weisen,Die als köstlich Geschenk göttliche Huld dir verstehn.
2. Sey heißhungrig nie nach der Menschen Lobe, Geliebter!
Ob man dich ehr', ob nicht; bist dn geehrt nur von Gott.
3. Schmeichlerisch naht die Sund', und versucht und lockt und umstrickt dich.
Blendend mit nichtigem Glanz, reizend mit flüchtiger Lust!
Ach, da vergißt der Bethörte zuerst sein selber und Gottes!
Sünde folget der Lust, weh', uud der Sünde der Tod!
fl. Lieber, du nennst mich Schwärmer, und unerlenchtet, verfinstert?
Fest nur haltend an Gott, kann ich ein Schwärmer da scyn?Mich erleuchtet sein himmlisches Licht, das ewige, klare;
Glaub' es, des Ewigen Strahl läßt mich in Dunkelheit nicht!NennstKopfhänger du mich? um so freudiger heb' ich mein Haupt auf!Lästerst du, spottest uud fluchst? Lieber, so bet' ich für dich!
5. An die Armen verthcilt auch Gott nur seine Geschenke!
Bist du reich in dir selbst; wirst du von ihm nicht bedacht!
(i. Denke zu viel nicht an dich; nein, mehr erinn're dich Gottes!
. Wer an sich selber nur denkt, wird von sich selber nie frei.
Wer sich im Höchsten verliert, der findet den Höchsten, der findetSich im Höchsten, zuletzt selig den Höchsten in sich.
7. Bist du ein Kind im Hause? So laß doch walten den Vater!Ihm die Sorge vertraut! Sorge du nur für Vertrau»!
8- Wer in der Zeit nur lebt, dem wird die kürzeste Frist lang;
Wen das Ewige freut, dem ist die längste zu kurz.
fl. Ewiges schenkt der unsterbliche Gott! wie? zweifelst du, Zcitmeusch?Wer nur Vergängliches sucht, findet vergänglich sich selbst!
10. Ach, wie enteilen die Tage dahin, die Monden, die Jahre!
Ach, der Minuten — wie viel wieder vorübergcsirömt!
Wenige Zeit ist dein! bald kommt die letzte Minute!
Kühle der Stunde Werth, und der Minute Gewicht!
11. Gegen die edle Vernunft erklärt ihr euch? Wahrlich ich geh' euchAsten vollkommenes Recht, wenn ihr die Eurige meint!
12. Wie? ihr verwerft die Vernunft, von Gott nnr erleuchtet zu werden?Reißt man das Auge denn aus, Heller und klarer zu sehn?