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Denk v crse.
Weil du leiden nicht willst, Ungeduldiger, leidest so sehr on.
Weise zu werden, beginnt mau zu früh' nicht, aber zu spät oft.Weisheit ist es, zuerst die eigene Thorheit erkennen.
Weisheit kommt, wie das Licht, von himmlischen Höhen hernieder.Weit sey dein Geist und dein Herz; so strömt dir Fülle der Freuden.Welt und Himmel und Hölle — das Alles liegt schon im Herzen.Weniger werde doch nicht, als Gott Anlagen und Kraft gab.
Wer den Himmel verachtet, dem wird die Hölle nicht fehlen.
Werde, wofür die Liebe dich hält; so wirst du nichts Kleines!
Wer für Andere lebt, der schafft sein eigenes Veste.
Wer Mitfreuden genießt, den labt Mitleiden, Geliebter.
Wer Mitleiden empfindet, den lohnt Mitfrcude der Freunde!
Wer sich selber beherrscht, ist stärker, als Länderbchcrrschcr.
Wer zu leben versteht, der wird auch wissen zu sterben.
Widerlicher ist nichts, als übclverhohlcne Arglist.
Willig der Ordnung gehorchend, so wirst du würdig, zn herrschen.Willst du geachtet scyn von Anderen, achte dich selbst erst!
Willst du geliebt von Anderen scyn? Freund, liebe zuerst sic!
Wissen ist gut; doch besser ist Wollen noch; Ucbcn — das Veste.
Wo der Zorn aufbranst, da nahm die Vernunft schon den Abschied.Woher kommen dir alle Zerstreuungen? Weil du nicht betest.
Woher ist dein Gebet so selten doch? Weil du zerstreut bist!
Würde des Menschen? da ist sie, wo Gott die neue Geburt schuf.
L
Zähle die Sünden nicht bloß, nein, wäge sie, willst du ein Christ scyn!Zanken geziemt Dem nicht der an ein geduldiges Lamm glaubt.Zartere Seelen empfinden die leiseste Sündcnverlctzung.
Zart ist der Unschuld Knospe, versengt wie leicht! von Verführung.Zauberer sind auch die Neider, mit scheelen Blicken vergiftend.
Zeit, unbezahlbarer Schatz, o geizt' ich mit deinen Minuten!
Zieht dich der Herr, so folge; das Widerstreben verstockt dich.
Zittere vor dem Verführer noch mehr, wie vor Schlangen und Molchen.Zögere nie, wenn ein weiserer Mann zum Guten dich aufruft.Zollfrei sind die Gedanken vor Gott nicht; Heuchler, bedenk' es!Zotcnrcißcr, du streuest ein Unkraut, ewig dich brennend,
Zucht nicht hasse, mein Jüngling; dich züchtiget ewige Ouaal sonst.Zugcrcdet doch nie, wo Zorn sich reget und Weltlust!
Zugeschlosscu den Mund, entflammt sich der Zorn dir im Innern!Zugcsprvchcn dem Freund, der an Glück, an Tugend verzagt schon!Zungcngedrösch der Schwätzer gewährt nicht Körner der Weisheit.Zweifele nie an Christo; so darfst du an dir nicht verzweifeln!Zweimal laß dich doch nie zu etwas Gutem ermahnen!
Zwiefach lebt, wer heiter sich darf des Vergangnen erinnern.Zwiespalt mit sich selber, o das ist Hölle im Innern.
Zwietracht stiften, ist teuflisch; doch göttlich ist, Frieden zu stiften.Zwirne doch fester nie die Fäden des losen Verdachtes.