__Denkve rsc. «>7
Schutzwehr gegen Versuchungen beut dem Beker die Gottheit.
Schütze Verführung nicht vor, die eigene Schuld zu bemänteln.Schwachheit schütze nicht vor; denn mächtig ist Gott in den Schwachen.Schwammen vergleich' ich Solche, die gern annehmen das Böse.Schwarz ist die Seele des Bösen, der Wohlthat lohnet mit Undank.Schwingen des Geistes verbreite, dich über die Zeit zu erheben.Schwanengcsang der Menschcnvernunft ist frömmelnd Getändel.Schwärmer bist du, verfolgst du ein Ziel, zu hoch deinen Kräften.Schwungkraft giebt dem Geiste derGlaub'; in sich selber erlahmt er.Schwcrmuth folgt gewiß, erwägt es, auf jauchzenden Leichtsinn.SchwulstistZcichkiiderKrankhcit,oSchreibcr,drum merk'esbeimSchreibcn!Sclav' der Welt und der Menschen, entreiße dich schimpflicher Knechtschaft!Sectcn gebiert die Zeit, wenn ewige Wahrheit verkannt wird.
Sehne dich nicht nach Dingen, die unerreichbar dem Staub sind,selbsterkcnntniß, wie selten ist sie, und wie nöthig, wie heilsam!Seuchen ergreifen auch oft den Gesundesten; fürchte den Zeitgeist!Scp, was du scheinst, und werde, wofür dir Liebe dich achtet!
Sep, was du sollst, und werde nicht weniger, wolle nicht mehr seyn!Sieg erlangt, wenn spät auch, die gute Sache doch immer.
Sorgen und Sünden zu werfen aufGott, wie erleichtert, beglückt das!Spiegle dich nicht in dir selbst; bespiegle dich einzig in Christo!Sprüche der Weisheit merke; doch müssen sic stärken den Willen.Stimme von Gott sey dir, was warnend, ermunternd, dich anspricht.Sträube dich, wie du willst, du kannst dich dem Tod nicht entziehen.Stunden der Andacht, Freund? Dein ganzes Leben sey Andacht!Sylbenstechern entfliehe; sie stechen auch gern in die Herzen.
Täusche dich selbst und Andere nicht; nie täuschest du Christum!Taub ist Der, und blcibt's, der nicht hört auf die Worte des Höchsten.Taub ist der Stimme der Welt, wer Gottes Stimme vernommen.Tempel des Herrn sey du durch Andacht, Reinigkeit, Liebe!Temperament entschuldiget nie auch die kleinste Vergehung.
Teufel bist du dir selbst, wenn du quälen dich läßt von der Selbstsucht.Thaten geziemen dem Mann, nicht weiche Gefühle des Zärtlings.That und Gedank' und Wort, dein Alles adele Liebe!
Thue dein Werk mit Fleiß, und mische dich nicht in ein fremdes.Thräncn ersparst du dir, wenn unüberlegt du nie handelst.
Thue, was Gott dir gebeut, wozu die Liebe dich antreibt!Todtengerippe betrachte, so wirst du nicht prunken mit Schönheit.Träbern, verlorener Sohn, begehrst du, jagst du nach Weltlust.Trägheit, Trägheit ist, ach, die tiefste Wurzel des Bösen!
Trägheit, Trägheit, wie hält sie zurück vom Genüsse des Höchsten!Trage die Menschen geduldig, wie Gott dich trägt, o du Harter!Trage Beschwerliches, Christ; und kannst du nicht tragen, so hoffe!Trage dein Creuz, dir bestimmt von ewiger Weisheit und Liede.Treibe zu viel nicht auf einmal, o Rüstiger; Eines vollend' erst!Treibe zum Guten dich an, von Gottes Geiste getrieben.
Treibe nie heimliche Gräuel; an's Licht bringt Gott es, und straft es!Trüb' auch durch Hauche der Lust dir nie den Spiegel der Seele!
5 *