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D e nk v e r s e. _
Trüben Sinnes Gewölk verscheuche durch heitre Gebete!
Trunken von himmlischen Gütern zu seyn, erhebt dich zum Himmel.
klebe dich täglich im Guten; so kommt dir feste Gewohnheit!
Uebe dich treu in Allem, wozu der Höchste dir Kraft gab.
Ucbcl der Erde sind nichts; Ein Ucbcl nur giebt cS: die Sünde.Ucbelthatcr ist Jeder, der ohne Demuth und Lieb' ist.
Ucbcl wird es dir gehn, das Wort dcS Höchsten verachtend.
Ucbelw ollen de nehmen auch gern das Unschuldigste übel.
Uebcr Alles zu schätzen ist Der, der frei ist von Selbstsucht!
Uebcr Jeden dich setzend, erniedrigst wie tief du vor Gott dich!Ucberall selig zu seyn, trag' überall Gott du im Herzen!Ucbcrdcnke, was Böses du thnst, was du Gutes erfuhrest.
Uebcr der Welt zu schweben, beruhigt allein und beglückt dich!Uebcrstchc mit starkem Gemüth auch die schwersten Verluste.Uebertrcibe du nichts; sonst glaubt man dir nicht auch das Wahre.Ucbcrtriff dich selbst; so strebst du nach höchster Vollendung.Uebcrzuckere nie mit süßlichen Reden dein Bittres!
Um die Zukunft bange du nicht, bist Kind du des Vaters!
Um Vergangenes härme dich nicht; doch suche Vergebung!
Um Vergängliches kümmert sich doch ein irdisches Herz nur!Unabänderlich sey. nur Liebe zu üben, beschlossen!
Unbegreiflich ist Manchem, was And're mit Händen doch greifen.Unbekannt mit dir selbst, bleibst unbekannt du mit Gott auch.Unbelehrbar ist Der, den Leiden nicht führen zum Vater.Unbeschreiblich belohnt es, dem Haß zu begegnen mit Liebe.Unbesonnene Jugend, besinne dich doch auf das Alter!
Unbeständig ist Jeder, der Knecht von Menschen geworden.Unbestraft verletze kein Mensch die Gesetze der Liebe!
Undank ist Lohn der Welt; jedoch bestraft er sich selbst auch.Unduldsam sind am meisten, die Anspruch machen auf Duldung.Unglaub' ist unseliger Wahn, ist Tod der Gemüthcr.
Uneins ist mit sich selbst, wer nicht mit Gott sich vereint hat.Unentgcldlich das Gute zu thun, macht ähnlich der Gottheit. ,Unenthaltsamer Mensch, du eilst zur herben Entbehrung.Unentschloß'ner zum Guten, du mußt dich entschließen zum Sterben.Unerfreulich ist viel, was doch im Leben geschehet muß.
Unerschrocken begegne dem Bösewicht, daß er sich fürchte!Unersteiglich erschien uns ein Berg, den doch wir erstiegen.Unerträglich erscheint uns gar viel, was doch wir ertragen.Unfolgsam den Eltern, mußt oft dem Fremden du Knecht seyn.Unfug schilt nicht sogleich, was deinem Dunkel nicht recht dünkt.Ungebehrdig, du Eigenwilliger, bist du so häßlich!
Ungebundene Sitten umschnüren mit Ketten der Quaal bald.Ungeduld macht schwerer sich selbst die leichteste Last oft.
Ungehindert das Gute zu thun, das hoffe doch niemals!Ungenießbar sind Die, die immer genießen nur wollen.
Ungenügsam ist oft, wer nicht das Geringste verdient hat.Ungenützt laß keinen Moment; so kaufst du die Zeit aus.