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Denkverse und Epigramme
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Dcnkv erse.

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Ach, von seinem Leben löstCr den bestenTheil, sich selbst zumSchmerz.

495. Der, nur Der wird Freiheit

finden.

Der sich selbst kann überwinden.

496. Nicht genügeDir an Einem Siege!

Kämpfe fort im heiligen Kriege,Daß der letzte Feind erliege!

497. Des Lasters Freuden meide;Sic sind ein Fluch!

Ist Christi FreudeDir nicht genug?

498. Was frommt dir Wcltlust und

Zerstreuung?

Eins ist dir Noth: die völlige Er-neuung !

499. Ucber Alle hoch zu schätzenSind, die gern sich unter Jeden

setzen.

500. Wenn dir Vcrsuchungsstundcn

schlagen,

In guten und in bösen Tagen;Gedenk' an Gott,

Und an den Tod!

Wirst du daran gedenken;

Kann nichts vom rechten Pfad dichlenken.

501. Vor böser Lust sollst du errö-

thcn.

Und schon im Keim sic tödtcn.

500. Wer von Andern schändlichspricht,

Sitz' an meinem Tische nicht.

Geh' von meinem Angesicht!

507. Halt' Schmerz und SorgenIm Herzen still verborgen!

Was srommt's, mit Klagen,

Noch Andre plagen?

508. Die stillgchcimcn Bücher des

' Geschicks

Entfaltet nie dcrSohn des Augen-blicks.

509. Wer Andre strafen will, muß

selbst unsträflich scyn;Bist du von Schuld nicht rein;So lach' ich dein,

Erhebst du gegen mich nur EinenStein!

Ein Mcnschcnbcßrcr ist nichts wcrth.Kämpft er mit einem zcrbrochucnSchwcrdt.

510. Nie vertrau' auf eigne Kraft

und Kunst,

Oder du vertraust auf Dunst!Einzig hilft dir Gottes Gnad' undGunst.

511. Laß dich nicht den Wahn be-

cheren :

Vieles Lesen, Beten, Hören,Wissen, Reden, Schwätzen, LehrenHeiße schon: sich recht bekehren!

512. Nur Christi KreuzBesiegt den stärksten Sündenrciz.

502. Wer Andrer reine Freuden

stört,

Ist selber keiner Freude werth.

503. Lieber allein.

Als dich mit Schändlichen frcun!

504. Daß nie dein Herz im Unglück

wanke.

Steh' in dir fest der Hochgedanke:Wir gehn durch kurzes ErdenlcidZu ew'ger Himmelsherrlichkeit!

505. Bist du noch in Sünden todt;Ist auch Gott noch nicht dein Gott.

513. Alles sollst du flich'n und

scheuen,

Was dich hier und dort muß reuen !Das nur soll und darf dich freuen.Was dich niemals kann gereuen-

514. Die still in ThränenNach dir sich sehnen,

O Jesu, denenGicb Scelenruh,

Die rette du!

515. Wie MorgentranmGleich Wasserschanm,

Flieht hin zum ew'gcn RaumDie Lebenszeit; du merkst cs kaum.