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Denkverse und Epigramme
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Denkversc.

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4/2. Wenn der Feinde Schaar sichrüstct,

Wider Gottes Geist dein Fleisch ge-lüstet,

Sturm auf Sturm sich regt; —Blicke freudig glaubend, unbewegt,Aufzu Ihm, der Alles nicdcrschlägt,Dich durch alle Stürm' und Wo-gen tragt.

473. Weltliche fort!

Gott lieben, sey dein Losungswort,Zu jeder Zeit, an jedem Ort!

474. Böse müssenMorgen büßen.

Was sie heut' genießen;

Drum beneide

Nie den Bösen ihre nicht'ge Freude!

475. Sey stark, sey stark, wenn auch

die Schwere

Der Leiden dir fast unerträglichwäre!

476. Das sind wol die größten Tho-

ren ,

Die an Welt und Geld sich ganz ver-loren.

477. O blicke schnell nach Oben,Wenn Lüst' und Leiden toben!

478. Von seinen PflichtenSich unterrichten.

Das heißt mit NichtenSchon: sie verrichten!

479. O Kind, wie lebst du selig still,Willst du, was dort der liebe Vater

will!

480. Christi Lehre,

Gnad' und Ehre

Stehet fest, wie Fels im Meere.

481. Am Grab, am stillen GrabDa legt der müde Pilger seinen StabNach manchen schweren Gängen ab.

482. Christus ist umsonst für dich

gestorben.

Hat umsonst dir Heil erworben.Wenn du nicht der Sünde stirbst,Nicht um seine Gnade wirbst.

483. O wie beglückt es doch,

Zu tragen, Herr, dein sanftes Joch!

Wie leicht ist deine Last,

Da du uns Lieb' ins Herz ergossenhast!

484. Die eigne Noth, das eigne LeidErzieht am Besten znr Barmherzig-keit;

Wer selber viel zn leiden hat,Den treibt das Herz zu Nach undThat.

485. Wie wird erquickt,

Getröstet und beglückt.

Beseligt, himmelan entzückt.

Wer bleibt in Christo unvcrrückt!

486. Von sündlichcm GenüsseSey fern in deinem Ucberflusse!Zum Lebensüberdrusse,

Zum LcbenshaßFührt Ucbcrmaaß.

487- Solche, die sich leicht vor Je-dem bücken,

Sich in alle Menschen schicken.Die sich biegen, schmiegen.Werden leicht auch lügen und betrü-gen.

488. Christ, sscy im Glück nie übcr-müthig,

Im Unglück werde nie klcinmüthig,Im Glück und Unglück bleib' demü-thig!

489- Gott ist einst Rächer,Erschrick, Verbrecher!

490. Wer Gott durch Glauben ehrt,Der wird im tiefsten Leid verklärt.

491- An eignen Kräften zwar ver-zagt,

Das Schwerste doch in Christi Kraftgewagt!

492. Verkenne nie das GuteDer strengen Vaterruthe,

Wie sehr dein Herz auch blute!

493. Steig' auf zu Gott, so steigt er

nieder!

Gieb ihm dein Herz; er giebt dir'sbesser wieder.

494. Wer ein treues FrcundeshcrzZürnend von sich stößt: —