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Warum sollen es katholischen Eltern vorziehen, ihre neugeborenen Kinder in den Kirchen taufen zu lassen
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ordnen können, was gegen das ju5 commune, gegen die An-ordnung der General-Konzilien oder gegen die Bestimmungender Römischen Päpste scy. Der Grundsatz fußt sich in der all-gemein angenommenen Regel, daß der Untere in den Gesetzendes Obern nicht dispcnsiren, vielwcniger sie abschafsen könne.Diese Regel behauptet in allen Materien der geistlichen Ge-richtsbarkeit den ersten Rang. Wir wollen nnr ans dem geist-lichen Rechte einige Beispiele ausheben, und zwar mit denWorten des oben benannten Papstes Benedikt. Llarlors«iiulügiic; c-cvillatioiii odiioxii sunt isxtus, gui »ä eokoranilinri Urnic aplnionoiii proclucunruo. Uiümus ozr

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Die Bischösc sind nicht die Herren sondern die Bewahrerder Kirchengcsetze. Sic sind nicht nnr an diesen Gesetzen ge-bunden, sondern sie sind vermöge ihres Amtes verpflichtet znsorgen, daß die Gesetze von ihren Untergebenen beobachtet wer-den. Wenn sic als Hirten sich von den allgemeinen Gesetzender Kirche frei sprechen oder dieselben abstellen: wie werdensic ihre Untergebene dazu enthalten können? Sollen die Pfar-rer nicht ans den Gedanken kommen, sich des nämlichen Rech-tes gegen ihren Bischof zu bedienen, dessen sich dieser gegenden obersten Bischof und gegen die allgemeine Kirche bedient?Wo blieb dann die Ordnung und die Kirchenzucht? Das Bandder Einigkeit würde gelöst; und wie scder Bischof souvcrainerHirt in seiner Diöcese scyn wollte, so würde auch jeder Pfar-rer den unabhängigen Herrn in seinem Pfarrbezirkc spielen.

Ein so allgemeines Gebot wird den Laien überhaupt nichtfrommen, das Pfarramt sehr erschweren, und die Hochachtungdes heil. Sacramcnts gewiß nicht befördern. Manche Haus-haltung, die sehr eingeschränkt lebt und wohnt, würde natür-lich dadurch genirt, wenn der Geistliche in das Haus kommen

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