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Warum sollen es katholischen Eltern vorziehen, ihre neugeborenen Kinder in den Kirchen taufen zu lassen
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Hsglba, ksrs aeguiparaninr. Loncil. Dornac. Dora. IX.Loncil. 6erman. lol. 623. Nach diesen Grundsätzen kannsich auch nicht der i?arronu5 Lecloriso, der die Pfarrstelle zuvergeben hat, das Privilegium anmassen.

Dach nehmen cs die Konzilien nicht so strenge, wenn einGutsbesitzer bei seinem Landgut eine förmlich eingerichtete Ka-pelle hat, worin mit bischöflicher Erlaubniß Gottesdienst gehal-ten wird, obschon das clementinische Gesetz ganz ausdrücklichTaufkirchcn verlangt; weil eine solche Kapelle kirchlich cingc-weiht und daher eine für die Administration der hh. Sakra-mente geeigneter Ort ist. Das Conzilium zu Salzburg vomJahr 1569, obschvn cs sehr streng verbietet, Kinder in denPfarr- oder Küster-Hausern, wenn sie auch an der Kirche auge-baut sind, zu taufen, gibt doch zu, daß die Taufe in solchenSchloß- oder HauSkapcllen feierlich von dem Pfarrer verrichtetwerden dürfe. *) Aus dem nämlichen Grunde wäre cs alsoauch nicht erlaubt, in der Sakristei zu taufen. Die Sakristeiist allerdings ein accsssorium Loclssias und genießt in man-cher Hinsicht die kirchliche Immunität; aber sic ist nicht ein fürden Empfang der hh. Sacramcnte bestimmter Ort.

/ 2. Der Kirchcngaug als Entschuldigungsgrund kannentweder wegen der schlechten Witterung und rauhen Jahrszeitoder wegen örtlicher Verhältnisse gefährlich seyn. Diese Gefahr

*) t^usnivis in ^.gcnäsrio sit Liinciinni, ncinineni nisi in Lcclc-sis Iispiisinsli, nt in loco rnrcchienäs sscrsrnents oräi-nsio (nisi slinä co^st necessitss) Iisxiissri äederc; nidiloini-nns, c^nis nonnnlli krsnänlenior iäijisuin inier^reisnies, inäoinidns Leäitnoruin snt ksrocliornni, ipsss psrocliislcsLcclesiss pertineniidns, suos procnrsnt, cuin eornniäein -s-ceräotnin spplsnsn ei conscnru (xroli nekss) dsxtirsri ütios,ssserentes, porinäc esse, sc si in Lcclesiis üerei: oo ^noälinjnsniuäi äoinus cnni ipii» ecclesiir, c^uidns vcl esrnnr cse-inetcriis, connnnniier snnt snncxse ani contiAnsc, pro esäens10 Iisdesninr; coscti SNINUS in lisc. 8. ä'^noäo islinninislitise olisisre, Iioc äecretuin eäere: Oinnilins psro-

cliis stc^nc eornniäein in curs sninisrunr reAenäs coopers-rür prsecipienies, nc Iispiisrns, nodilissiniuni Lscrsinsntninnon soluin in propriis sni sinioornin scä ne^ne eiisni inVsroclioruin snt Heäitnnrnni äoinibns (c^usnininvis Hcclosüspsrocliislikns coniiAnis sui snnexir) sen slio in loco csnsniin Lcclesüs Iisxiisinslidns cnic^nsni oonkersnt; nisi eviäen-tissiins slicnjns inksninli einerscrii necesritsr, propicr l^usinsds^ue iltins periculo lücclesisnr sccessns sisderi ne^nssi,vcl nisi HoAnin, krincipuni, «t etisrn Illnsirinin extiierinilideri, c^nidns äslerri concsäitnr, äuniinoäo in SÜHU 0 eo-rninäcin ^rois sive ?slsiü Lsecllo, äcliitis nioäis ei cere-nioniis sd oräinsrio ?sroclio Iis^tireninr, ei iis Oräinsrioex sli^ns justs csurs viruin kncrit, llonr. VIII, Lonoil. 6er-insn, iof J46.