24
stürzen? —- Wackere und umsichtige Vorsteher dieser Institutekönnen, nicht bloß zum Besten der Anstalt, sondern ihres eige-nen Vortheiles willen, diese Oeffentlichkeit ihrer Verhandlungenselbst nicht anders als wünschenswerth finden. Denn so wie siedie beste Bürgschaft für den guten Fortgang des Instituts ist,eben so ist sie auch zugleich das beste Mittel, diese Vorstehervor Irrthümern und unrichtigen Ansichten zu bewahren unddas Vertrauen des Publicums, das ihnen so nothwendig ist,aufrecht zu erhalten: lauter Dinge, an denen braven undvernünftigen Männern, und nur solche sollen sich zu Wit-wen- und Waisenvatern des Landes ernennen lassen, alles ge-legen seyn muß. Jene Oeffentlichkeit also, die das Licht nichtscheut, sondern es vielmehr aufsucht, jene gerade und biedereRedlichkeit soll in allen öffentlichen Mittheilungen, und selbstin den besonderen Sitzungen des Ausschusses vorherrschen.Warum sollten auch diese Sitzungen nicht öffentlich und jedemMitgliede der Gesellschaft, nicht als Stimmengeber, aber dochals Zeuge und Zuhörer, zugänglich seyn? Wenn die Vorsteherder Anstalt nur solche Vorschlage machen, die wahrhaft zumBesten des Ganzen beitragen, warum sollen sie sich damit inDunkelheit zurückziehen? Warum nicht lieber öffentlich denDank ansprechen, den jedes Mitglied, das ihre Einsicht undihren Eifer zu erkennen Gelegenheit hat, ihnen auch gernzollen wird? Welches auch diese Einsicht und Absicht einesVorstehers seyn mag: seine Scheu vor der Oeffentlichkeit, seinZurückziehen ins Dunkles erregt Verdacht und nicht ungerechtenVerdacht, da Wahrheit und gute Absicht, ihrer Natur nach,immer das Licht liebt. Es ist wenigstens ein Beweis von Klein-muts), wenn nicht von andern noch viel verwerflicheren Eigen-schaften, wenn Männer dieser Art jede öffentliche Beurtheilungihrer Einrichtungen und Vorschläge zu hintertreiben oder gänz-lich zu unterdrücken suchen. Sie sollten vielmehr, wenn esihnen in der That um das Gedeihen der guten Sache zu thunist, jeden, der was Gutes zu sagen weiß, auffordern, seineVorschläge und Verbesserungen eben so offen und ehrlich mit-