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»urtheilen. Diese Bilanz soll auf der einen Seile den Verrathdes bare» Geldes und den gegenwärtige» Werth aller nochkünftigen Beitrage der bereits bestehenden Mitglieder, und aufder andern Seite den gegenwärtigen Werth aller bereits beste-henden, so wie auch den aller noch zu erwartenden Pensionenangeben. Dann wird man mit einem Blicke sehen, daß z. B.das Vermögen der Cafse nur drei Vertheile oder nur die Hälfteder Schuld derselben betrage, und daß daher eine schleunigeAenderung nöthig ist, wenn das Institut nicht zu Grundegehen soll. Eine solche Bilanz sollte in jedem guten Institutewenigstens alle fünf Jahre vLLgenommen und allen Mitgliedernöffentlich vorgelegt werden.
Ueberhaupt aber kann man bei allen Privatanstalren, denn nurvon diesen ist hier die Rede, auf Oeffentlichkeit in den Verhandlun-gen nicht genug dringen, da dieses als das einzige Palladium gegenalle Unfälle betrachtet werden muß, die ein Institut treffen können.Die Mitglieder legen ihre theuersten Interessen in dem Schooßcdes Instituts nieder; sie vertrauen ihm die Sorge für ihr LicbsteS,was sie auf Erden haben; sie versagen sich selbst, so lange sieleben, so viele erlaubte Genüsse, sie leiden vielleicht selbst Mangelund sparen mühsam und Jahre lang unter Arbeit und Be-schwerden, um nur ihre Angehörigen von dem Drucke der Ar-muth zu befreien; sie bringen endlich ihr Letztes hin, um es indie Hände der Witwen- und Waisenväter ihres Landes niederzu-legen — und sie sollten kein Recht haben, ihre Mitbürger zufragen, was sie mit ihrem Gelde gethan haben; sie solltensich nicht durch ihre eigene Ansicht überzeugen dürfen, ob ihrEigenthum, ihr mühsam erworbenes und Jahre lang zusammengespartes Vermögen gut verwaltet oder leichtsinnig verschleu-dert wird? Sie sollten sich nicht unterrichten, sich also auchnicht beklagen können, wenn Unwissenheit, Trägheit, Eigen-nutz oder, wie es gewöhnlich der Fall ist, falsche Scham, be-gangene Fehler zu gestehen, das Institut vor der Zeit zuGrunde richten und so viele Witwen und Waisen um ihre letztegerechte Hoffnung berauben und in Noth und Verzweiflung