Druckschrift 
Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
Entstehung
Seite
272
Einzelbild herunterladen
 

setzen, liegen unverholen zu Tage. Wer nicht mir Blindhcit geschlagen ist, begreift und erkennet. Deutschlands poli-tischer Gesundheitszustand scheint mir bedenklicher als der vonFrankreich. Freilich überziehen hier Schwärme von Heiden-bekehrern besonders die südlichen und westlichen Provinzen;sie reisen nicht zu Fuß nach Art der Apostel, sondern mitErtrapost, noch speisen sie Heuschrecken und wilden Honig wieJohannes der Täufer, sondern werden ü gründe trancs portöte bewirthet, denn ihre Pariser Schatzmeister lassen sie inkeiner Geldverlegenheit und so treiben sie des Unwesens vielund der Wunderwerke mancherlei. Aber bald dürsten sie aufGegenfüßlcr stoßen, deren Missionsanstalt bereit stehet, wieman versichert, dem Pabstthum das Spiel zu verderben. Vondem jetzt im mittägigen Frankreich kommandircnden GeneralBriche haben die geistlichen Quacksalber keine Unterstützungzu hoffen. Dieser verwahrloste Mensch, obschon Elsasscr aberim französischen Lager aufgewachsen, ist von kindlichem Sinnfürs Fromme und Zarte der altdeutschen Schule völlig ent-blößt. Werden Sie verzeihen, wenn ich der Schuldigkeit desGeschichtschreibers Folge leiste auch da, wo die Treue den An-stand, Zucht, Sitte, guten Ton verletzt? Allein Sie müssenVriche kennen lernen. Er kommt nach Nismes das dortigeRegiment zu mustern. Was ihm zuerst auffällt ist ein Trom-peter: pourguoi us-tu ooupe tes woiistaellvs? L'est, monGeneral, gu'elles in'empvoluuent 6e souiier mu trommelte!cli-ole gue tu es, erwiedert der General, le p. .1 6e mone.I iie in'empeolie pas äe sonuer 1u luieune. Beim Regi-mente machte der Einfall großes Glück.

Mögen parteiische Schreiber ins Ausland berichten wassie wollen, meines Erachtens sind die Aktien des Ultraismuö