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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
Entstehung
Seite
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rathen überladen sey. Ich will dies zugestehen, aber demohn-geachtct imponirt das Innere ungemein. Am Hochaltar, derübrigens nicht ganz im Hintergründe, sondern unter der Kup-pel steht, führt eine Treppe zum Grabe des h. Petrus hin-unter, in welchem Tag und Nacht 100 Lampen brennen. DerAltar selbst ist von Bronze, ein Baldachin mit 4 gewundenenunästhetischen Säulen, obenauf ein Kreuz eben so. AlleBilder in der ganzen Kirche sind Mosaik. Mehrere Grab-mäler von Päpsten fallen in die Augen. Herrlich ist einBlick unter der Kuppel hinauf, und eben so von den obernGallerten in die Kirche hinab. Wir stiegen so hoch wirkommen konnten und durften, d. i. bis in die Kugel unterdem Kreuz circa 430 Fuß hoch. Gern wären wir von außenbis zur Spitze geklettert, man wollte es aber nicht gestatten.Die Aussicht ist herrlich und erleichtert das Orientircn sehr.

Von dem St. Peter ging es mit aufgeregter Phantasiezum Capitol, wo vor allen die prächtige Statue eguestrodes Marc Aurel prangt. Sie ist die einzige der Art, welchewir von den Alten besitzen, von Bronze nämlich, denn vonMarmor hat man erst vor wenig Jahren zwei in Hcrculanumgefunden, von denen ich Dir später erzählen werde. Un-willkührlich stellt man mit der unsrigen des großen Kurfürsteneinen Vergleich an. Ich meine, sie können beide nebenein-ander stehen. Charakteristisch ist hier eine kühne edle Haltung,und eine deutlich wahrzunehmende Bewegung, während beiuns unter gleichen Eigenschaften Ruhe vorherrscht. Sietragen den Stempel der Zonen, welche sie erzeugten. Ichkann und werde Dich nicht aufhalten mit Beschreibung desCapitols, wie es war und wie es ist, sondern ich will Dirnur kurz sagen, daß es auch jetzt einen interessanten Anblick