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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
Entstehung
Seite
246
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Aus der Höhe hinter Bacano sieht man die Stadt ineiner Entfernung von 2 Meilen zum ersten Male. Der An-blick ist nicht weniger als imposant, und St. Peter erscheintnur kleinlich, aber die Idee schwellt doch unwillkührlich denBusen. Die elende Gegend dauert bis vor die Stadt. Nachund nach tritt St. Peter immer mehr und mehr hervor, undman erhält durch Vergleichung mit den andern Kirchen einenBegriff von seiner Größe, da die Kuppel, wie ein Riese, Allesneben sich zu Boden drückt. Bei dem sogenannten Grabmaldes Nero, — wahrscheinlich sehr uneigentlich so genannt, daes nur ein kleiner Cippus ist — war der Prinz Heinrich demKönig entgegen gekommen, und beide Bruder umarmten sichmit der Herzlichkeit, welche diesem edlen Stamme eigen ist. Wirfuhren über den Ponte Molle ehemals Ponö Aemiliuö undbetraten um 1 Uhr Mittags durch die Porta del Popolo denclassischen Boden. So viel für heute. Morgen geht es nachNeapel; von dort das Weitere. Entschuldige mich bei allen,denen ich wohl schreiben sollte, aber es fehlt mir wahrlich anZeit. Von Morgens 7 Uhr bis 6 Uhr Abends auf denBeinen, dann noch Visiten, Theater, Bearbeitung der cur-renten Tageögeschäfte, denn an Suppliken fehlt es auch hiernicht, und ich frage Dich, wo bleibt da noch Zeit. Ich hoffe,daß es in Neapel etwas ruhiger seyn wird und dann will ichalles nachholen.

t.

Betetet, den Svsten Nvvcmber 1822.

Ich benutze einige freie Augenblicke am frühen Morgenund fahre gleich fort, wo ich in meinem letzten Briefe stehen