angelegten Arena. Das Werk ist als nicht beendigt zn be-trachten; wäre es aber in dem Maaße ausgeführt worden,wie das hiesige Amphitheater es war, so würde man vielleichtselbst bei den Alten vergebens nach etwas Bessern und Gran-diosem suchen. Ich habe einen Nachmittag dazu benutzt, umnach Lodi zu fahren um einen klaren Begriff von der so sehrgerühmten französischen Heldenthat zu bekommen, habe michaber überzeugt, daß dies eine der größten Fansaronadcn ist,die je der gallische Hahn ausgekratzt hat. Ich habe dasTerrain aufgenommen, um nöthigenfalls den Beweis führenzu können. Am 14tcn reisten wir bei schlechtem Wetter vonMailand ab, aßen in Bergamo zu Mittag, besahen dieobere Stadt, die eine herrliche Lage hat, und einige Kirchen,und langten bei guter Zeit in Brcscia an. Ich ging mitBojanowsky ins Theater, wo man dem Könige zu Ehrenkreüei'ioo II. lie 6e prussie in 8ilesin gab, und zwar zuunserer Verwunderung gar nicht übel. Der große Mann tratzwar mit italienischer Lebendigkeit, in hochrothen Modesten,aber doch nicht unwürdig auf. Da wir nur einen Act sahen,so ist mir der Gang der Handlung unbekannt geblieben. DerStoff war aus einem französischen Roman, Io8 Imrons 6el^elälieim, entlehnt.
Brcscia ist ein bedeutender Ort, wir besahen am folgen-den Morgen einige Kirchen mit schönen Gemälden, und hierfabricirte Jagdgewehre, die eine große Reputation haben.Wir aßen am 15ten Mittags in Desenzono am Lago diGuarda, der zwar nicht das reizende des Lago maggiore abercolossalere Umgebungen hat, sahen dicht vor dem Orte dieersten Oelbaumpslanzungen, passirtcn die kleine Festung Pe-schicna und langten Nachmittags in Verona an. Hier war