die Garnison unter den Waffen und Alles zum Empfang desKönigs bereit, der ohngcfähr 1 Stunde später eintraf.
Der Kaiser Alexander hat mich sehr gnädig empfangenund in einer Privataudienz weitläuftig über mancherlei Ge-genstände gesprochen. Der Kaiser Franz ist um vieles ältergeworden, auch die Kaiserin hat sich sehr verändert. Von denandern Personen nächstens. In Verona ist außer dem Am-phitheater, wovon ich Dir noch eine Zeichnung schicken werde,eben nichts besonders denkwürdig, obgleich ein hiesiger Ein- ,wohncr, Graf Persica, ein dickes Buch von 2 Bänden überdas SchenSwcrthe geschrieben hat.
Es sind einige hübsche Kirchen, mehrere schöne Palläste,eine denkwürdige Brücke, Mauern aus den Zeiten der Römer,Karls des Großen, der Sealiger und der Venetianer, das istaber auch alles, und dergleichen findet man häufig in demeuropäischen Stiefel. Was aber schön und reizend genanntwerden kann, ist die Gegend. Verona liegt auf beiden Ufernder Etsch, die in mehreren Krümmungen durch die Stadtrauscht. Nördlich liegen die Vorberge der Tridentiner Alpen,die mit Landhäusern und Gärten prangen. Die Stadt hatbedeutenden Umfang, ist aber nicht sehr bevölkert. Die Histo-rie von Romeo und Julie hat sich hier zugetragen, man zeigtnoch das Haus von Capulet und Juliens Sarg, den pro-saische Menschen nur für einen steinernen Wassertrog halten.Für den Militair ist Verona ein wichtiger Punkt, weil mansich um und in der Stadt häufig geschlagen hat. Die Feldervon Arcole und Nivoli sind auch sehr nahe. Ueber die Er-cursion nach Venedig im nächsten Briefe.
Zum Schluß unsere Marschroute nach Rom und Neapel.
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