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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
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Sonne ohngefähr auf der halben Höhe des Simplon sowarm, daß es beinahe empfindlich war. Demohngcachtelzeigte das Thermometer um 3 Uhr Nachmittags auf demhöchsten Punkte der Straße 24° über 0 im Schatten. Aufden stillstehenden Gewässern war Eis. Im Dorfe Simplonstand das Thermometer Abends 10 Uhr 6° über 0. Mor-gens um 5 Uhr 54° und um 4 Uhr Nachmittags auf derJsola madre 15°. Sonst ist hier bei Verona außer Feigen-bäumen, die wild wachsen, Mandeln, Kastanien, colossalenCypressen und wenigen Oelbäumen kein wesentlicher Unter-schied in der Vegetation. Von den letztem schicke ich eineProbe. Auch sende ich Dir eine Schachtel mit Granatäpfelnfür die Kinder. Man genießt nur den Saft der Kerne, welcheherausgenommen und mit Zucker bestreut werden.

Ich habe noch von Mailand nachzuholen.

Man kann sich beinahe nichts Schöneres denken, als denletzten Theil der Simplonstraßc vor Mailand. Der Weg istohngcfähr 4mal so breit, als gewöhnlich Chausseen zu seynpflegen, auf jeder Seite mit 3 Reihen Tulpenbäumen besetzt,die in der Blüthe einen herrlichen Effect machen müssen.Längs des Weges die üppigste Feldcultur, die nur die Unan-nehmlichkeit hat, daß jede Ansicht verhindert wird, daher manauch wenig von Mailand sieht. Dicht vor der Stadt kommtman an einen unvollendeten Triumphbogen, den Napoleon zubauen beabsichtigte, und der dem Vernehmen nach, da schoneine Menge Materialien, es ist alles weißer Marmor, vorbe-reitet liegt, von den Oestreichern, versteht sich mit verändertenEmblemen beendigt werden wird. Hinter diesem Bauwerkkommt ein großer viereckigtcr mit einer Mauer umgebener Platzzu Truppenübungen, und dann die Gebäude deö ehemaligen