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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
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liche von, Hospital deS St. Bernhard, zum Orden des hei-ligen Augustin gehörig, empfingen uns, führten uns in einkleines Zimmer und bewirtheten uns mit Wein und Kuchen.Sie sind Winter und Sommer hier und werden blos abgelöst,wenn ihre Gesundheit gelitten. Der Verunglückten giebt eshier ungleich weniger, als auf dem Bernhard, wo man jährlichim Durchschnitt 7 8 rechnet. Man hatte 3 der berühmtenHunde, die Dir sehr gefallen haben würden. Sie sind gelb,groß und stark, beinahe wie Bullenbeißer, aber mit langemBehang. Die Leute waren so gefällig, mir einen jungen fürkünftiges Frühjahr anzubieten, was ich auch angenommenhabe, da ich ihn durch einen Rekruten-Transport von Neuf-chatcl sehr leicht nach Berlin bekommen kann. Seit unsererAnwesenheit in der Schweiz hatten wir zwar sehr viel Glet-scher in der Entfernung gesehen, waren denselben aber nie sonahe gewesen, daß wir diese merkwürdige Naturerscheinunggenauer betrachten konnten. Ein Walliser Wegebaumeister,ein sehr gefälliger Mann, versprach, uns ohnweit des DorfesSimplon, am Fuß des Rosbodcn-Gletscher, zu einem der bedeu-tendsten zu bringen. Wir sahen die Eismassen vor uns, esschien gar nicht entfernt zu seyn und wir schritten daher dar-aus los. Der Weg, oder vielmehr die Richtung, denn einenWeg gab es nicht, ging zuerst über grüne Hügel. NachMündigem Steigen kamen wir an ein Feld der Verwüstung.Unzählige Massen von Felstrümmern, groß und klein, zuBergen angethürmt, lagen vor uns, der Gletscher war zwardeutlich zu sehen, aber in einer solchen Entfernung,daß vorauszusehen war, wir würden noch zweimal so vielZeit gebrauchen und höchst beschwerlich zu steigen haben. DerTag neigte sich schon; kaum konnten wir vor Abend in Sim-