plon seyn. Demohngeachtet wollten wir nicht umkehren, umuns nicht auslachen zu lassen. Unser Führer, der oben er-wähnte Walliser, konnte gar nicht begreifen, wo der Gletscherhingekommen, den er noch in diesem Frühjahr auf der Stellegesehen hatte, wo wir uns gerade befanden. Er schlug vor,er wolle allein über die Trümmer gehen, und sehen, was aufder andern Seite befindlich. Wir ruhten nun etwas und sahenihn, als gebornen Bergbewohner, mit Leichtigkeit über denSteinberg gehen. Endlich war er oben und winkte uns. Wirstiegen los, und nach einem4stündigen, unglaublich beschwerlichenMarsch waren wir auf der Höhe und sahen eine ungeheureEismasse vor uns, die eine etwa 20 Fuß tiefe Spalte hatte,in deren Hintergründe sich eine tiefe Grotte wölbte, auswelcher, und zwar unter dem Eise fort, ein Waldstrom dahinrauschte. Wir sahen jetzt deutlich, daß die Eismasse, vor derwir standen, unmittelbar mit dem Rosboden-Gletscher zu-sammenhing, der wenigstens noch 2000 Schritt entfernt war.Die Entstehung dieser Massen scheint mir sehr klar. Wenndie Sonne im Frühjahr zu wirken ansängt, so schmilzt derSchnee an den Abhängen, und das Wasser fließt in dieSchluchten, wo es bei den scharfen Nachtfrösten gefriert, inkühlen Sommern nicht ganz aufgethaut werden kann, im fol-genden Winter und Frühjahr bedeutend zunimmt und sich sozu ungeheuren Massen bildet. Bei heißeren Sommern wirdzwar ein größerer Theil geschmolzen, da der Gletscher aber nieganz aufgelöst wird, so entsteht ein anderer Uebelstand, der oftgroßes Unheil anrichtet. Der Gletscher rückt nämlich im Thalvor, schiebt Alles vor sich her, und zerstört, was ihm im Wegeist. Dies war hier geschehen, daher die Masse von Trümmern.Oft geschieht es, daß ein Gletscher so weit vorrückt, daß er ein
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