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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
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Den 14ten hatten wir bis Wiäsma wieder 23 Meilen,Beinahe hätte ich die schöne Gegend um Smolensk und dasreizende Dniepcrthal, dessen steile Rande mit schönen Kirchenprangen, vergessen. Die griechischen Kirchen gewähren über-haupt mit ihren vielen grünen Kuppeln, deren die meisten inder Regel 5 haben, eine größere in der Mitte, die andern her-um, einen recht angenehmen Anblick. In Doragobusch, eben-falls am Dnieper, aßen wir zu Mittag. Die Gegend wirdimmer besser, vor diesem Orte giebt es einen Punkt, von woman 1? Ortschaften übersehen kann (für Schlesien, Sachsenund Magdeburg freilich wenig.) Das Dnieperthal ist hier breiterund besteht aus schönen Wiesen. Die Hauptkirche der Stadt,die übrigens immer noch zum großen Theil aus hölzernenHäusern besteht, liegt auf einem Berge, der ehemals ein Fortgewesen. Von Krasnoi an, wo man im eigentlichen Rußlandist, wird der Unterschied zwischen dem polnischen und russischenBauer merklich. Dieser ungleich besser, ist ein derber Men-schenschlag, dem man an seiner Unterwürfigkeit wohl denDruck anmerkt, der auf ihm lastet, der aber doch bei weitemnicht so kriechend ist als der polnische. In Doragobusch wargerade der erste Pfingsttag nach russischem Styl. Die Leutekamen aus den Kirchen und ich hatte Gelegenheit die Man-nigfaltigkeit des Kostüms der Frauen zu bemerken. Vielegehen ganz nach unserer Weise, andere in langen Aermelröckcnvon groß geblümtem Kattun, wie die türkischen Kaftans, sodaß sie ein ganz orientalisches Ansehen haben. Die Dörfersind zwar ebenso gebaut wie die polnischen, aber reinlicher undbesser. Die Männer sind größtenteils hübsch und kräftig,alle tragen Bärte. Die Frauen sind weniger hübsch, der An-zug ist beinahe wie der der Männer, nur haben sie ein weißes