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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
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gegen Orcza etwas bebauter. Orcza selbst ist ein elendes Nestam Dnieper, der etwas breiter als die Spree, still zwischensteilen Ufern fließt. Es ist hier eine Fähre. In der Stadtsind einige schöne Klöster, unter denen das Jesuitcrcollegium, wie bekannt ist der Orden in Rußland geduldet dasbeste. Meine Wohnung sollte in einem andern seyn, es waraber nicht auszuhalten vor Schmutz. Glücklicherweise bekamich eine andere, die besser war.

Den 13ten ging es nach Smolcnsk, 164 Meile, gegendie bisherigen also eine kleine Tour. Der Weg war wie dervorige, die Gegend ziemlich frei und bebauet, im Verhältnißzum Flächeninhalt indeß immer nur geringe, und die Dörferhaben noch immer dasselbe Ansehen. In Krasnoi, wo beidem Rückzug der Franzosen ein bedeutendes Gefecht war, was,wenn Kutusoff kühner war, die totale Vernichtung der franzö-sischen Armee, vielleicht gar die Gcfangennehmung Napoleonszur Folge gehabt hätte, aßen wir zu Mittag. Ich benutztedie Zeit, da ich früher als der König ankam, um das Schlacht-feld zu besuchen und kam nicht sehr erbaut von den russischenOperationen, aber voll Erstaunen über die französische Tapfer-keit zu Hause. Abends bei sehr guter Zeit kam ich nach Smo-lensk. Die unglückliche <Stadt ist beinahe noch ganz einSchutthaufen. Sie ist von bedeutendem Umfange, hgt meh-rere schöne Kirchen und andere Gebäude. Als Militair warsie mir besonders interessant, ich hätte sie mir sobald nichtnehmen lassen. Der König wohnte bei einer reichen FrauNamens Malisches, die ihm Abends mit einem Concert, wasihre eigene Kapelle recht gut epecutirte, aufwartete. VonKrasnoi an werden die Juden selten, in Smolcnsk und imganzen alten Rußland giebt es beinahe gar keine.