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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
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und hat mehrere prächtige Gebäude, unter denen sich das Rath-haus auszeichnet. H der Einwohner sind Juden. Auf denStraßen sieht man viel Troschken, ähnlich den unsrigen, aberohne Verdeck, mit denen man die Stunde für 8 Gr. herum-kutschiren kann. Das Wetter war vortrefflich, doch etwasrauh für die Jahreszeit. Den Uten ging es früh weiter.Wir hatten eine Tour von 27 l Meile. Der Weg führt durchsehr unwirthbare Gegenden. Man sieht höchstens alle 23 Meilen ein aus wenig elenden hölzernen Hütten bestehendesDorf. Alles trägt Spuren der Armuth und des Elendes.Das Getreide steht schlecht und ist im Wachsthum zurück, essteht gerade wie bei uns im Anfang Mai. Ueberall giebt esviele Juden, deren Wohnungen sich von den übrigen ziemlichVortheilhaft und auch dadurch auszeichnen, daß sie am Ein-gänge in der Regel eine Art Vorhalle von Säulen haben.Unter den Juden, besonders den Weibern findet man vielhübsche Gesichter. Die Landeseinwohner dagegen sehen bei-nahe keinem Menschen ähnlich. Oschmianna eine Stadt, diewir berührten, unterscheidet sich von einem Dorfe nur dadurch,daß sie aus mehreren Häusern besteht. In Svorgoni aßenwir zu Mittag in einem sehr hübsch gelegenen Landhause. DieStadt war aber nicht besser, als die vorigen. Von hier ausverließ Napoleon seine unglückliche Armee. Ehemals warhier eine Bärenakademie, d. h. man lehrte sie hier tanzen.

Wir hatten uns vor der starken Tour gefürchtet, legtensie aber in 164 Stunde zurück. Das Arrangement warmusterhaft, die Wege vortrefflich, auf der ganzen Tour, circa130 Meilen sind sie ausgebessert worden.

Den Svsten Juni.

Mittags war immer eine außerordentlich schön servirte