Tafel vorhanden. In den Nachtquartieren war ebenfalls füralles gesorgt. Mit einem Wort, man kann nicht mehr Auf-merksamkeit beweisen, als es russischer Seils geschehen ist. DiePostillone, oder auch Bauern, fahren so ungeheuer, daß mananfänglich glaubt, es müsse alles in Stücken gehen, und warendie Wege nicht so schön, so würde es auch. Mehrmals habenwir die Werst Meile) in 2^ Minuten, selten irr mehr als4 Minuten zurückgelegt, wo der Weg eben war, oder bergabging; wo das Terrain ungleich war, dauerte es 5 — 6 Mi-nuten, dies macht indeß in allen Fällen die Meile nur 30 —40 Minuten. In Nadowiezky hatte ich das Unglück, daßdurch meinen Wagen eilt Mensch übergefahren wurde. AnAufhalten war nicht zu denken, ich weiß daher gar nicht, wasaus dem Unglücklichen geworden ist.
Wir kamen nach 410 Uhr nach Minsk und es war ge-rade noch hell genug um zu sehen, daß es eine nicht unbedeu-tende Stadt mit einigen hübschen Gebäuden, worunter vor-nemlich das Rathhaus hervorsticht, ist. Ich logirte in einemgroßen Gebäude, welches einem Juden gehört. Diese, derenes in den Städten vorzüglich viele giebt, sprachen alle deutsch.Eine große Annehmlichkeit für den Fremden. Den 12tensetzten wir sehr früh unsere Reise fort, weil wir an diesemTage eine noch stärkere Tour, 28^ Meile, zurückzulegen hatten.Du weißt, daß ich es in Berlin beinahe für unmöglich hielt,dies durchzusetzen, und dennoch haben wir nicht mehr als 16Stunden, der König noch weniger, dazu gebraucht. Die Be-dienung auf den Stationen ist gut, doch spannen unsereBauern vielleicht noch rascher an, aber im Fahren ist gar keinVergleich. Und wie es die Pferde aushalten, ist wahrlich un-begreiflich, denn die Stationen sind in der Regel von 2, 2^,