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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
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werden wohl wissen, daß Preußen seiner geographischen Lagezu Folge solche Kriegsmacht halten muß, und daß es gegenseine Interessen wäre, andere Kriege zu führen, als die seineeigene Sicherheit erfordern.

6) Die Berechnungen scheinen offenbar zu hoch angesetztzu seyn. Nur eins glaube ich bemerken zu müssen. Mannimmt an, es gäbe im Staate 630,000 Männer von 3030 Jahren, folglich würde es von 30 Jahren ohngcfähr63,000 geben. Nach jener Berechnung soll das stehende Heernur 85,000 Mann im Frieden stark seyn, und doch soll alle30jährige junge Mannschaft ohne Ausnahme eingestellt wer-den. Man giebt zwar zu, daß darunter auch welche auf ^1 Jahr eingestellt werden können, aber demungeachtet halte ichden Vorschlag für nicht ausführbar und zwar aus folgendenGründen. Man rechnet, daß in der Armee ^ eristirt, die fort-dienen, diese von 85,000 abgerechnet, bleiben 57,000, die jähr-lich zu ergänzen sind. Es sind aber hierzu 63,000 Mannvorhanden, nimmt man von diesen auch ^ zu halbjähriger,^ zujähriger, ^ zu dreijähriger Dienstzeit, so wird die Einstellungder 63,000 Mann in einem Jahre dennoch unmöglich seyn.Und nun will man noch, daß die Kavalleristen 3 Jahre hin-tereinander dienen, und nachher noch 9 Jahre verpflichtetbleiben, auch während dieser Zeit alle 1 3 Jahre auf 34 Monat eingezogen werden sollen. Dies würde nochaußerdem große Abneigung gegen die Kavallerie erregen,da die Infanterie in Hinsicht der Dienstzeit so sehr be-günstigt ist.

7) Die Vermehrung der stehenden Kavallerie, welche ge-wünscht wird, ist gewiß sehr nothwendig, und eben so theile