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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
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3) Was soll aus dem gebildeten Theile des Volks wer-den, die nicht fort dienen, wenn ihnen nicht die Aussicht bleibtLandwehr-Offizier werden zu können? Will man sie ganz freilassen? Dies würde das Gesetz der allgemeinen Verpflichtungumwerfen. Will man sie nur als Gemeine einstellen? Sowürde dies eine offenbar harte, ganz gegen die vom Königegegebenen milden Verfügungen streitende Maaßregel seyn, dieeine allgemeine Unzufriedenheit erregen müßte. Und ich kannnicht läugnen, daß ich die Ueberzeugung hege diese Maaßregelwürde dem Throne gefährlicher seyn als alle revolutionaireZeitschriften.

ä) Welche Last es für das Land seyn würde, wenndie Landwehrmänner künftig, wie man vorschlägt, bei denLinien-Negimentern zur Uebung eingezogen werden sollten, willich an folgendem Beispiel zu zeigen suchen. Dem ersten ost-preußischen Infanterie-Regiment sind die ersten und zweitengumbinnischen Landwehr-Regimenter zugetheilt, deren Stäbe inDarkehmcn, Goldapp und Rhein stehen. Sollte die Land-wehr nun nach Königsberg zur Uebung ziehen, so würden dieEinwohner aus der Gegend von Gumbinnen und Stallu-pönen, von Lyck und Johannisburg statt 4 10 Meilen,respective 20 30 zu machen haben. Zu einer 14tägigenUebung würden viele Leute daher 10 15 Tage hin undzurückgcrechnet, unterwegs seyn müssen. Daß dies abermalseine große Unzufriedenheit erregen würde, ist wohl nicht zu be-zweifeln. Und wie wollen die Linicn-Offizierc, die fortwährendRekruten auszubilden haben, nun noch die Landwehr erer-ciren, die nach den bisherigen Uebungs-Etats für ein Linicn-Regiment 2400 Mann beträgt? Aus alle dem glaube ich