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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
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101
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den schweren Strafgerichten, welche über ein meineidigesVolk gekommen, und der seltenen Einigkeit so vieler Mo-narchen und Fürsten zu einem großen Zweck. Und wer hier-durch seinen Glauben an Gott und das heilige Wort nichtgestärkt fühlt, der ist zu den Verlornen zu rechnen. Dochderen kann es nur wenige geben.

2) Revision der Gesetze, um für außerordentliche,den Staaten gefahrbringende Fälle positive Be-stimmungen zu besitzen.

Ich bin kein Rechtsgelehrter und kann daher nicht beurtheilen,ob unsere Gesetze hier mangelhaft sind; wenn man aberdie Zeit, wo das allgemeine Landrecht erschien, mit der jetzi-gen vergleicht, so dürfte man wohl auf den Gedanken kom-men, daß darin vielleicht etwas nachzuholen wäre. Englandhat die Aufhebung der Habe»« oorpu8-Acte, Frankreichschuf seine Prevotalgcrichte, und es ist wahrscheinlich (in Eng-land vielleicht gewiß), daß diesen Maaßregeln die Aufrecht-haltung der Ruhe zuzuschreiben ist.

3) Einführung eines Prcßgesetzes.

Ich beziehe mich hierbei auf das was ich oben gesagt habe,und halte es für ein dringendes Bedürfniß.

-4) Revision unserer Schulanstaltcn und Einfüh-rung einer soliden Erziehungsweise.

Auch hier beziehe ich mich auf das vorhin Gesagte.

5) Aufrechthaltung der allgemeinen Verpflichtungzum Kriegsdienst.

In einem Staate, der, wie der preußische, die Stütze seinerpolitischen Größe allein in seiner militairischen Macht findet,und dessen Beherrscher sich immer dem Kriegswesen widmenwerden, halte ich die allgemeine Verpflichtung für ein Band,