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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
Entstehung
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Farben, die Lage des Staates geschildert wird, schließt mandamit, daß der Aufsatz nicht den Zweck habe, die Mittel an-zugeben, die dem Uebel steuern könnten.

Ich kann nicht verbergen, daß mir hierbei das Bild einesMenschen vor Augen trat, der einen durch labyrinthischeWege zum Abgrunde führt, und ihn dann der Sclbsthülfeüberläßt. Es würde vermessen seyn, wenn ich mir in einerso wichtigen Angelegenheit eine entscheidende Stimme an-maßen wollte; aber da ich mein ganzes Leben dem Dienstedes Königs geweiht habe, so glaube ich auch das Wenigevorlegen zu dürfen, was mein Nachdenken mir eingab.

Zu den Mitteln, dem gefährlichen Treiben der Zeit undbösen Menschen entgegen zu arbeiten, glaube ich mehrere ausdem Obigen abstrahircn zu können.

1) Beförderung wahrer Gottesfurcht, Aufrechthal-tung der positiven Religionsgrundsätze, Ent-fernung sophistischer und speculativer Philoso-phie aus der Religion.

Hierin ist der König selbst mit einem großen Beispiel voran-gegangen, und wenn die wohlthätigen Folgen davon auchnicht gleich wahrzunehmen, so kann es doch nicht entgangenseyn, daß sich, bei Gelegenheit dcö ReformationSfesteö, in demgrößten Theil der evangelischen Unterthanen ein schöner reli-giöser Sinn und mindestens eine große Theilnahme für dasgeäußert hat, was ihr König als seine religiöse Meinungaufstellte. Bei allem Unheil, was die großen Bewegungender letzten Deccnnien über die Welt gebracht haben, kannkeinem, dessen Geist nicht aus allen Schranken gewichen,Gottes Finger unbemerkt geblieben seyn, in der Bewahrungdes alten Rechts, in der Wiederherstellung der Legitimität, in