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freiheit einzuführen, durch Gesetze bedingt, die den Uebelge-sinnlcn Schranken setzen. Hiervon hat Frankreich erst kürzlichein wichtiges Beispiel gegeben, indem die Minister, ohngc-achtet des bedeutenden Widerstandes von Seiten eines Thei-les der Dcputirtcn, ein Gesetz durchgeführt haben, wodurchnicht allein den Mißbrauchen der Presse allgemein vorgebeugt,sondern speziell die Existenz der Tageblätter in die Hände derRegierung gelegt wird. — Den Entwurf eines ähnlichen Ge-setzes für Deutschland halte ich für ein wahres Zcitbedürfniß,und sollte auf dem Bundestag, woselbst nach des KönigsBefehl, die Sache im Verein mit dein östreichischen Hofe inAnregung gebracht werden wird, kein Entschluß so schleunigerfolgen, als die Umstände ihn erheischen, so würde ich vor-schlagen, ein solches Gesetz in unserm Staate einzuführen,und demnächst alle Fürsten von Norddeutschland einzuladen,demselben in einer ihnen angemessenen Weise bcizutrctcn, bisder Bundestag ein definitives Loudusum gefaßt hat.
Die Erziehung der Jugend, die man auch berührt, istunläugbar einer der allcrwichtigstcn Gegenstände der innernStaatsverwaltung, und manche der Bemerkungen sind sehrbeachtungswcrth. Nach meiner Meinung liegt indeß derGrund des Uebels vorzüglich in der bei der jetzigen Erzic-hungsweise herrschenden oberflächlichen Bildung. Statt daßman ehemals wenig, aber gründlich lehrte, verlangt man voneinem Jüngling jetzt, daß er in wenig Jahren das ganzeFeld des menschlichen Wissens durchlaufen haben soll. Einenatürliche Folge davon ist, daß er alles halb lernt, und um-gekehrt, wenn er etwas halb kennt, es ganz zu wissen glaubt.