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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
Entstehung
Seite
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tuugcn dcs Königs und das Vertrauen seines Generaladju-tanten; es belehnte diesen für alle Bitterkeiten der vorherge-gangenen Kämpfe und schlug jede Art der Gegner dcö Land-wehrinstituts wie wir hoffen für immer nieder.

Eine schmerzliche Empfindung blieb ihm dennoch zurückaus all den hier geschilderten Kämpfen; es war die damit inengerer oder weitererVcrbindung zusammenhängende schon frühergedachte Ministcrialvcrändcrung und der Austritt eines der aus-gezeichnetsten höheren Offiziere, dcs Generals v. Grolman ausdem activen Dienst. Er beklagte aufrichtig, daß zwei der talent-vollsten Minister, der Gcncrallicutcnantv. Bopcn und der Freiherrv. Humboldt, aus dem Staatsdienste geschieden waren. Dem

*) Wie Witzlcben von allen Seiten zu kämpfen hatte, um das Land-wchrsystcm aufrecht zu erhalten und zu vertheidigen, geht aus einer Brief-stelle hervor, die aus Coblcnz den 12. September 1825 niedergeschrieben ist.Es heißt darin:Nach Tische hatte ich eine nicht uninteressante Unterre-dung mit dem Herzog von Nassau. Ich suchte ihn zu überzeugen, daß dasLandwchrsystem in jeder Hinsicht Vortheilhaft sey. Wohlfeil, ohne Gefahrfür die inncrcRuhc, sey es auch dem Auslande weniger gefährlich, als großestehende Heere. Er wollte dies alles nicht recht zugeben, und meinte, daßein stehendes Heer kräftig geführt, mit gntcm Geiste versehen, das beste sey.Ich suchte dagegen zu rcmonstrircn, daß, wenn man dies auch annehme, aufanderer Seite, bei schlaffem Zügel und bösem Geiste, auch die größte Gefahrvorhanden sey, wicdieGcschichtevondcnPrätvrianernbis zurVcrschwörungvon Nola in unzähligen Beispielen lehre. Es sey keines vorhanden, wo vonMilizen oder ähnlichen Institutionen Revolutionen ausgegangen seyen. Ererwiederte, daß man überall wisse, wie sehr ich der Vertheidiger des Land-wchrsystcms sey. Dessen schäme ich mich nun eben nicht. Er meinteunter andern, es sey eine leere Floskel, daß das Gesetz regieren müsse. Essey nothwendig, daß einer über dem Gesetz sey, der nach Gutdünken interpre-tier. So meine er es als Ultraroyalist, wie er sich selbst nannte (imlm(lans les Principes äe Viennv). Der Großhcrzog von Baden sagte dage-gen, nachdem ich ihm zu dem guten Ausgange der letzten ständischen Ver-sammlung Glück wünschte,daß er sich dabei sehr wohl befände. Es halteaus dcr einen Seite die Beamten im Zaum und sichere auf der andern einegrößere Reise der Gesetze." Dr. v.