und Anhänger nene Widersacher. Es waren dieses jeneMänner, die in ihr ein selbstständigeö Volköinstitut zu sehenwünschten. Klagten diese über die Vernichtung dieser Ideeund daß die neue Organisation durchaus in keinem Einklangstehe mit dem konstitutionellen Entwickelungsgänge des deutschenVaterlandes; so erhoben sich jene bald wieder und waren derMeinung, daß in der Realität nichts gewonnen sey und dieWehrhaftigkeit des Staats entschieden gelitten habe, weil dasstehende Heer dazu nicht stark genug sey, die Landwehr aber,die sie, in ganz eigenthümlicher Begriffsverwirrung, weder derIdee noch dem Wesen nach, von den Milizen frühererZeiten zu unterscheiden vermochten, ihnen durchaus nicht ge-eignet erschien, denjenigen Grad der taktischen Bildung zu er-reichen, die von ihr als Verstärkung deS stehenden Heeres ge-fordert werden mußte.
Unter solchen Umständen war daher ein neuer aber auchentscheidender Schritt zur Vermittelung der Meinungsverschie-denheit nothwendig. Der König glaubte diese Vermittelungin der Theilnahme der Landwehr an den großen Uebungender Linientruppen zu erblicken. Witzleben stimmte ihm darinbei, von der Ansicht ausgehend: daß in dieser Prüfung alleinnur die Landwehr entweder als ein sehr achtbarer völlig kriegs-fähiger Theil der LandcSvcrthcidigung sich erweisen, oder als dazunicht geeignet in derselben zusammenbrechen müsse. Wie sehrdie Freunde und Anhänger der Landwehr, die unbegreiflicherWeise deren Bildungsgrad völlig verkannten, darüber betretenwaren, wie sehr sie Witzlcbcn um die Abwendung dieser Prü-fung bestürmten, blieb er doch unerschütterlich bei seiner An-sicht und bestärkte die des Königs. Die Prüfling erfolgte unddas Resultat rechtfertigte auf glänzende Weise die Erwar-