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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
Entstehung
Seite
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Hauses, ja! die die innigsten persönlichen Beziehungen seinesköniglichen Herrn hervorriefen.

Wenn wir hiernach vollkommen berechtigt sind, denCharakter dieses seltenen Mannes überaus ehrenhaft und edelzu nennen, so müssen wir auch für den König zur bewun-dernden Verehrung und Huldigung auffordern, der seinenDienern und Räthen zur Entwickelung solcher Charaktcrbe-zcigungen Gelegenheit gab, der ihre Meinungen und Ansich-ten hörte, prüfte, mit ihnen besprach, der auch Widerstandstets mit höchstem Edelmuth auf- nie aber ungnädig nahm,der in einem Manne, wie Witzleben, das Mittel sah, dieWahrheit selbst zu erkennen. Unter solchen Wechselbeziehun-gen des königlichen Gebieters zum Diener und Rath unddessen zum königlichen Herrn, muß es natürlich erscheinen, daßNiemand so als Witzleben geeignet war, auf pünktliche undgeistvolle Erfüllung der einmal gefaßten Beschlüsse zu halten.Es war aber auch Niemand in der Umgebung des Königs,der die Ansichten des hohen Gebieters so leicht und richtig,selbst aus nur flüchtig hingeworfenen Andeutungen verstandenhätte. Dies führte nothwendig dahin, daß die Chefs allerVerwaltungs- und Dienstbranchen mit ihm in Berührungtraten, in schwierigen Fällen seine Vermittelung beim Königein Anspruch nahmen, sich seines Raths bedienten, wodurchmcistentheils wahrhafte Geschäftserlcichtcrung erzielt wurde.Dies aber um so mehr, als er offen und bestimmt den Rathertheilte, den man verlangte. Es fällt hiernach auch selbst-redend in die Augen, in wie viele Kämpfe gegen Partcian-sichtcn und leidenschaftliche Aufregungen er verwickelt seynmußte, denen er mit aller ihm eigenen Festigkeit entgegen zutreten hatte. Besonders war dieser Kampf hart bedrängend