und die Nothwendigkeit erkennend, eine gewisse Gleichförmig-keit in den Grundübungen der Jägerwaffe einzuführen, ver-lor er keine Zeit, das Resultat seiner gereiften Erfahrungen ineiner Instruktion für das Schießen niederzulegen, die classischzu nennen ist, und nach welcher noch heute in der ganzenArmee verfahren wird. Daß diese Jnstruction wesentlich dazubeigetragen hat, das richtige Schießen in der Armee zu einemhohen Grade von Vollkommenheit zu bringen, ist anerkannt.Wenn daher Witzleben keine weitere Gelegenheit gehabt hätte,um das preußische Heer sich verdient zu machen, so müßtedasselbe schon dafür allein ihm eine ehrende Erinnerung wid-men. In dieser Richtung thätig, erklang von Neuem derRuf zu den Waffen, und gab am 1. April 1815 ihm dieBestimmung im Gencralstabe beim Generalcommando der nie-dcrrheinischen Armee unterm Fürsten Blücher von Wahlstatt,jedoch unter Bcibchalt des Verhältnisses als Sousinspcc-tcur der Jäger und Schützen. Zwar schmerzte es ihn, fürden neuen Kamps von seinen braven Jägern sich trennen zumüssen, doch folgte er willig und kampflustig der erhaltenenWeisung, die ja zugleich die ehrenvolle Anerkennung seinerBefähigung für höhere militairische Verhältnisse bekundete.Kaum war er im Hauptquartier angekommen, als auch schonam 31. Mai seine Beförderung zum Oberst erfolgte und erals Chef vom Gencralstabe dem norddeutschen Bundcscorpszugetheilt wurde. Dieses Corps concentrirte sich bei Trierunterm Kommando des diesseitigen Gencrallieutcnants v.Hacke, und war mit dem zweiten preußischen Corps unterden Befehlen des Prinzen August v. Preußen dazu bestimmt,die französischen Grenzfestungcn anzugreifen. Wenn er aufdiese Weise keinen Theil nehmen konnte, an den für die preu-
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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
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