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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
Entstehung
Seite
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seine Briefe aus jener Zeit an seine Gemahlin, auf einewahrhaft erhebende Weise aus. Auch dafür liefern diese,wie auch spätere Briefe Belege, mit welcher Bescheidenheit erüber seine Leistungen urtheilte, und wie er jede ihm zu Theilgewordene Auszeichnung als viel zu bedeutend dafür ansah.Wie er in allen Handlungen und Aeußerungen seines ganzenLebens stets offen und wahr gewesen, so gewiß auch hier indiesen Briefen, die lediglich als vertrauliche HcrzenSergießun-gen eines liebenden Gatten zu betrachten sind. Während desWaffenstillstandes wurde ihm zunächst die Auszeichnung, zumCommandeur des Füsilicrbataillonö des neu errichteten zwei-ten Gardcregimentö zu Fuß ernannt zu werden. Damit er-weiterte sich von Neuem seine Wirksamkeit, und die noth-wendige Ausbildung der neuen Truppen gab ihm hinlänglicheBeschäftigung, während einer unerwünschten Waffenruhe.Demnächst aber genoß er das hohe Glück, in seiner Canton-nirung mit seiner Gemahlin sich vereinigen zu können, unddie Vaterfreuden über die daselbst erfolgte Geburt seines erstenKindes, eines Sohnes, gleich ihm, Job genannt, kennen zulernen. So verlebte er, in dem an Naturschönhcitcn inter-essantesten Theile Schlesiens, die süßesten Tage seines ehe-lichen Lebens bis zu der Zeit, wo dcr Kricgskampf von Neuembegann. Jetzt mit den Garden der Armee in Böhmen zuge-theilt, fiel denselben eine weniger active Rolle als im erstellTheile des Feldzugs zu, worüber sie natürlich sich unglücklichfühlten. Diese Passivität lastete vorzüglich auf Witzleben,der, im Gefühle seiner Kräfte und Leistungsfähigkeit, überallgern mit seinem Bataillon an der Spitze gewesen wäre. InFolge dieser Stellung der Garde, nahm er auch an derSchlacht von Dresden keinen Theil. Bei dem Rückzüge nach