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lichkeit des Gemüths. Wenn sein Fleiß in Betracht des Un-terrichts nicht immer gleichen Schritt mit jenen Eigenschaftenhielt, so ist das eine Eigenthümlichkeit lebhafter jugendlicherCharaktere, die unter richtiger Leitung von keiner Erheblichkeitist, weil gerade in diesem scheinbaren Sich-gehen-lassen derausgestreute Saamen sich bewurzelt und Kraft sucht für denaufkeimenden, einst fruchttragenden Halm; so war es auch beiWitzleben und wurde nicht verkannt von seinen Lehrern undErziehern. In diesem rein militairischen Institut, in welchemallerdings die Erziehung mit besonderer Sorgfalt geleitetwurde, konnte er natürlich nur die entsprechende Bildung er-halten, wenngleich dieselbe den damaligen Anforderungen be-deutend vorausgeeilt war. Hier cultivirte er unter anderemaber auch die schon im älterlichen Hause gelegte Grundlagezur Musik, in welcher er es später zur anerkannten Virtuositätals ausübender Violinist brachte, und überdieß auch zumgründlichen und geschmackvollen Kenner des Satzes sich her-anbildete.
Die Bestimmung des Pageninftituts: daß die Zöglingedesselben, die größtentheils aus Söhnen der vornehmsten undangesehensten Familien des Landes bestanden, auch zu ge-wissen Hofdiensten benutzt wurden, hatte für alle diejenigenvon ihnen, die gesund an Seele und Körper waren, denNutzen, daß sie früh schon sich fügen lernten in mannigfacheVerhältnisse des Lebens, daß sie frei wurden von jener kindi-schen Befangenheit, die in Instituten erzogenen Knaben ofteigen, und die sie selbst als Jünglinge und gereifte Männernicht zu bekämpfen im Stande sind, daß endlich bei den Fähi-gern sich der Gesichtskreis erweiterte. Witzleben, zu diesengehörend, faßte schon als Jüngling mit seinem hellen Ver-