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stand. Von der frühesten Jugend war sein Körper kräftig,sein Geist lebendig, seine Auffassung schnell. Die erste Erzie-hung erhielt er im väterlichen Hause, wobei insbesondere dieMutter, eine geborne v. Lüdinghausen, genannt v. Wulst, fürdie ästhetische Ausbildung des Geistes und die religiöse Em-pfänglichkeit des Gemüths sorgte, während der Vater ihmfrüh die Grundsätze einer praktischen Tüchtigkeit einzuprägenbemüht war, die aus der großen Schule des unsterblichenFriedrich's herrührte, der damals noch den preußischen Thronzierte. Die Bemühungen beider Aeltern waren schon frühvon so günstigen Erfolgen, daß Gleim, ein Freund des Va-terhauses, schon damals dem Knaben ein günstiges Schicksalprophezeihete. Die Früchte dieser häuslichen Erziehung habenihn bis an sein Lebensende begleitet.
Von den Grundsätzen derselben, die Witzleben bei ge-reiftem Einsicht und Erfahrung für durch und durch praktischund für alle Lebensverhältnisse der menschlichen Gesellschaftauslangend anerkannt hatte, ist er nie, auch nur den kleinstenSchritt abgewichen. Der ganze Inhalt derselben beruhte vor-nämlich in der Lehre einer anspruchlosen, aber durchausunnachsichtlichen Pflichterfüllung, ohne Berücksich-tigung der Person, nach bestem Ermessen des eigenenGewissens.
Das jugendliche Gemüth dergestalt befruchtet, kam Witz-leben in seinem elften Jahre zur ferneren Ausbildung undErziehung in das Pageninstitut zu Potsdam, wohin ihn seineMutter, da der Vater dem Rheinfeldzuge beiwohnte, gebrachthatte und woselbst er bald königlicher Leibpage wurde. Hierzeichnete er sich schon früh Vortheilhast aus durch die Leben-digkeit seines Geistes, durch sittliche Aufführung, durch Empfäng-