die zu allen Zeiten rein und uneigennützig war und daherauch geblieben ist, nachdem der Gegenstand derselben schonseit Jahren in ein besseres Leben hinübergegangen; ja! unver-ändert geblieben ist, ungeachtet mancher dasür empfangenenKränkungen von jenen kleinen Seelen, die der Verewigte ausihrer Bedeutungslosigkeit zu sich erhoben, die, so lange derVerewigte in ungeschwächter Wirksamkeit sich befand, ihm jedemögliche Huldigung darzubringen wetteiferten und die, nach-dem solches nicht mehr der Fall war, jede Dankbarkeit ver-leugnend, ihren moralischen Unwerth dadurch an den Taglegten, daß sie versuchten, sich, wenn auch nicht über ihn,doch ihm gleich zu stellen. Daß der Verfasser bei diesen fürseine Arbeit keine Gnade finden werde, dessen ist er eben sogewiß, als sie hinwiederum versichert sein können, daß ihrUrtheil sowohl, wie ihr Charakter ihm gleich verächtlich sind.Eine fernere Veranlassung erhielt der Verfasser durch die indem Werke: Denkschriften und Briefe zur Charakteristik derWelt und Literatur, von Dr. Dorow, IV. u. V. Theil, ent-haltene flüchtig entworfene Charakterskizzen des v. Witzleben.Hier ward desselben von einem Gleichgesinnten auf eine Weisegedacht, die bei dem Verfasser jedes frühere Bedenken besei-tigte, und es ihm als Pflicht erscheinen ließ, dasjenige zuveröffentlichen, was dazu beitragen könnte, einen der würdig-sten Männer aus der Umgebung eines glorreichen Königsrichtig zu würdigen.
Job Wilhelm Carl Ernst von Witzleben, einem altenGeschlechte Thüringens angehörend, wurde, als der Aeltestevon sieben Geschwistern, zu Halberstadt am 20. Juli 1783geboren, woselbst sein Vater als Hauptmann bei dem Infan-terieregiment des Herzogs von Braunschweig in Garnison