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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
Entstehung
Seite
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Durch diese Behörden ist nun, nach Ew. Hochwohlgcbo-ren Vorschlag, den Provinzialministern ein Weg eröffnet,auch zugleich Centralwirksamkeit zu erhalten, und darinscheint mir ein zweiter, sehr großer Nachtheil zu liegen. Sowie ein Minister einer solchen, ihrer Bestimmung nach, kon-sultativen Behörde vorsteht, wird seine Tendenz unvermeidlichüber das konsultative hinausgehen, und man wird sich demdringenden Rath dieser Behörden schwer entziehen können.

Vorzüglich wird diese Tendenz der Chef der Behörde fürden öffentlichen Unterricht haben, da er sür die Universitätenein wirkliches Ministerium bildet. Man wird also, außer deneigentlichen Centralnünistern, auch einen Handels- und geist-lichen Minister haben. Allein da sie es doch nicht eigentlichseyn sollen, so wird es der Reibungen uud Abwendungen, diedoch fruchtlos bleiben werden, kein Ende geben. Ich kannmich auch nicht überzeugen, daß ein solches System Ersparungund geringere Beamtenzahl gewähren würde, als unser jetzigesder Sachminister, wenn man nämlich jedes auf die nothwen-dige Zahl, mit gleicher Strenge zurückführt. Bedenken Ew.Hochwohlgeboren nur, daß es, außer einigen einzeln stehendenZweigen, vier Sach- und vier Provinzialministcrien und einBureau eines, wie es scheint, auch selbstständig gestellten Ge-neralpolizeidirectors gäbe, mithin so gut als 9 Ministerien;ferner vier consultative Behörden, und noch außerdem Mini-sterialräthe des Provinzialministers, der dem gestimmten Berg-bau Vorstände. Aus so vielen Ministerien und Behörden ent-steht denn auch außerdem ein sehr schwerfälliges Gesammt-ministerium, zusammengesetzt aus zwei Classen von Ministern,deren eine wieder gewissermaßen auch in die andere übergreift.Ein konsequent organisirtcs Sachministerium braucht nur aus