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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
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fünf Ministem zu bestehen, die, ihrem Standpunkte nach, allegleich sind, alle den ganzen Staat, das ganze Bedürfniß undden ganzen Zweck der Regierung vor sich haben. Ich gebeindeß gern zu, daß, auch indem man bei der Einrichtung vonProvinzialministericn bliebe, eine einfachere Einrichtung erzieltwäre. Man könnte nämlich die Central- oder Sach- undProvinzialministerien durchaus verbinden und jedem Sach-ministcr eine Provinz zutheilen. Man muß nur alsdann mehrMinister haben, als die nothwendige Eintheilung der Sach-ministerien erfordert, ohngefäbr so viele als jetzt vorhandensind, damit nach Abrechnung des auswärtigen, Kriegs- undJustizministers, die nicht leicht innere Verwaltung übernehmenwerden, noch vier bis fünf Minister für eben so viel Pro-vinzen übrig bleiben. Die Maschine ist alsdann einfacher,die Minister befinden sich in mehr gleicher Stellung und mangewinnt doch den Vortheil, daß jeder Minister leichter seineProvinz als jetzt den ganzen Staat kennen kann unddaher im ganzen Ministerium eine genaue Landes- und Per-sonenkcnntniß gewährt, auch daß jede Provinz, wie Ew.Hochwohlgeboren wünschen, einen Vertreter am Thron selbsthat.

Allein ich gestehe, daß ich auch ein solches System nichtwählen würde. Es bliebe immer eine schiefe Stellung, wennjeder Minister von Seiten seines Geschäftszweiges den ganzenStaat, zugleich den einer besondern Provinz, und nicht alleauf gleiche Weise, vor Augen hätte. Vermiede man auchwirkliche Vorliebe: so muß man doch so isolirte und einseitigeLocalkenntniß bei einem für den ganzen Staat bestimmtenMinister nicht erwarten. Je wichtiger das Sachdepartementjedes Ministers eingreift, desto störender würde diese Verbin-

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