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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
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diese Verhältnisse meistenchcilS von der Verfassung jeder Pro-vinz abhängig sind, sie schlechterdings keine Anwendung er-lauben. Allein eines Theils ist dies wirklich nicht der Fall,da unsere Provinzen doch nicht durchaus so verschieden sind,andern Theils ist doch der wichtige Punkt, diese innern Ver-hältnisse des Staats auf eine solche Weise zu behandeln, daßdie möglichste Schonung ihrer Eigenthümlichkeit mit der größe-sten Beibehaltung der Einheit des Staats verbunden werde,von der Art, daß er nur der Sorgfalt und zwar der ununter-brochenen einer Centralbehörde anvertrauet werden kann.

Ein Centralministcr des Innern würde auch die obenerwähnten Reibungen schon mildern, da er allen Berathschla-gungen, wie jeder Centralminister unausgesetzt, nicht, wiedie Provinzialminister, mit Unterbrechungen, beiwohnen,und nicht, wie jene, das Vorurtheil gegen sich haben würde,nur seine Provinz zu begünstigen. Ew. Hochwohlgeborenwerden sagen: daß jene Vorurtheile nicht vorhanden seyn soll-ten. Allein man kann nicht verhindern, daß sie entstehen undwirken, und wenn man Central- und Provinzialministerneben einander stellt, streut man selbst den Saamcn dazu aus.

In den konsultativen Behörden scheint mir eine zweiteSchwierigkeit zu liegen und die Bestimmung, daß ihnen dieProvinzialminister vorstehen sollen, alle oben berührte Rei-bungen zu vermehren. Ihr Zweck ist doch wohl die Erhaltungnöthiger Gleichförmigkeit. Können sie aber nur Rath erthei-len, hängt es von dem Provinzialminister ab, diesen zu for-dern, so wird dieser Zweck vereitelt. Die für den öffentlichenUnterricht soll auch, Ihrer Bestimmung nach, selbst verwal-tend seyn.