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Preussische Oberlausitz: Stannewisch—Wartha.
Hoyerswerda 1648 auf 300 Tlr. für alle und jede Dienste undGefälle auf sechs Jahre verglichen. Zum Gersdorffschen oder neuenTeil S. samt dem halben Teil Brieschko werden gerechnet S. zurHälfte, der halbe Kretscham, 12 Bauern mit Ausnahme des Ober-müllers (der zu den Grossgärtnern gerechnet wird), 5 Grossgärtner,
1 Doppelgärtner oder Lehnmann, 2 Mittelgärtner, 4 Kleingärtner,
6 Häusler; dann Brieschko zur Hälfte, 1 Lehnmann oder Hüfner,
3 Mittelgärtner, 2 Häusler. Der Gersdorffsche Teil hat von je her300 fl. Meissnisch für alle Dienste und Gefälle entrichtet (H.-St.-A.Loc. 9496, Erstes Buch Cammer-Sachen im Marggraffth. O.-L. Er-lassungen de ao 1632—79, Bl. 293 ff.). — Stannewisch (III 662).Christoph v. Gersdorf zu Petershain zugleich auch im Namenseines Bruders Gotthard Magnus (I 563, 564) verkauft 2 Bauernund ganze Hüfner zu St., ferner ein Häuslein nebst Diensten und »Zinsen, dann den halben Teil am Schank und Kretschamverlag,auch 2 grosse Teiche daselbst samt 4 Strichteichlein vor dem Dorfgelegen, an Ludwig v. Rosenhagen (II 638) .„an stad seinesWeibes“ im Jahre 1610. Diese überliess die 2 grossen Teiche zuSt. und den halben Schank Hans Rudolph I. v. Bischofswerder(I 154), während dieser ihr 4 Strichteichel zu St. abtritt (H.-St.-A.Loc. 9545, Verzeichn, der Lehen etc. 1604—1617, Bl. 116a). —Tettau(III 660). Hans George, Siegmund und Joachim Heinrichv. Gersdorff (I 558) trugen ihres sei. Vaters hinterlassenes Stückgut,das halbe Dorf T. nebst Zubehörung dem königlichen Oberamtdurch schriftlichen Konsens und Vollmacht zu verkaufen freiwilligauf, damit von dem Erlös des Vaters Schulden bezahlt „und seinBrief und Siegel gelöset werde“. Christoph v. Gersdorff(I 542, 558) erwarb das Gut, worauf die genannten drei Gebrüderv. G. am 24. Mai 1610 die Lehn aufliessen (H.-St.-A. Loc. 9545,Lehen buch Anno 1610 — 1611, Bl. 31 b).—Wartha (III669). Folgendesist nachzutragen: Hans Heinrich und Hans Friedrich v. Luttitzund des unmündigen Joachim v. L. Vormünder: Christoph v. L.„zur Warthe“ und Hans v. Schreibersdorff zu Zerna haben „ihrund ihrer Mündtlein vätterlich Gut Wartte“ samt Zubehörungihrem Bruder Hans v. L. zu Litschen verkauft; am 18. April 1614wird er belehnt (H.-St.-A. Loc. 9545, Verzeichn, der Lehen undLsibged. in O.-L. 1604—1617, Bl. 219a). — Gegen Ende des 17. Jahr-hunderts ist W. im Besitz von Angehörigen des Geschlechtsv. Schönberg. Johann (Hans) Haubold v. Sch. (1 622; II 803;IV 75), ein Sohn Wolf Georgs v. Sch. (II 803) auf Wartha, verkauftseinem Bruder Hans Wolf v. Sch. (II 803) Ober- und Nieder-W. imJahre 1692 (IV 75). — Daniel Erasmus Frhr. v. Huldenberg(I 776) erwarb i. J. 1717 W. von Johann Friedrich v. Schön-berg (vergl. IV 32). Die Enkel des ersteren, die Gebrüder CarlErasmus (I 778) und Rudolph Gottlob Frhrn. v. H. (I 777)wurden nach der Erbhuldigung für Kurfürst August 111. mit ihrenGütern Ober- und Nieder-W., Bautzen am 18. Mai 1769 belehnt